20 Jahre Alpro Foundation – drei spannende Studienergebnisse

31. März 2017

Was versteht man unter einer pflanzenbasierten Ernährung? Warum sollten mindestens zwei Drittel unseres Tellers mit pflanzlichen Lebensmitteln gefüllt sein? Und wie motiviert man jemanden für eine pflanzenbasierte Ernährung? Am 24. März 2017 lud die Alpro Foundation im Rahmen ihres 20-jährigen Jubiläums zum Fachsymposium „The moment of plant-based eating is now: New scientific insights for sustaining ourselves and our planet“ nach Brüssel ein und gab Antworten auf diese und andere Fragen.
Eine spannende Zusammenstellung an Vorträgen, ein besonderes Ambiente in den historischen Räumlichkeiten des Concert Noble im Herzen Brüssels und das passend zur Veranstaltung abgestimmte Catering machten die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis, an dem kommunikation.pur mit vier Fachjournalisten aus Deutschland teilnehmen durfte.

Vorträge international rennomierter Wissenschaftler

14 international renommierte Wissenschaftler, darunter Prof. Heiner Boeing aus Deutschland, präsentierten spannende wissenschaftliche Erkenntnisse aus ihrer Forschung. Drei davon möchten wir Ihnen kurz vorstellen:

„Plant-based eating and health outcome: findings from the Adventist Health Study – US perspective”

Prof. Dr. Gary Fraser der Loman University in den USA stellte in seinem Vortrag „Plant-based eating and health outcome: findings from the Adventist Health Study – US perspective” die Ergebnisse einer US-amerikanischen Kohorte vor, die beweisen konnte, dass sich eine pflanzenbasierte Ernährung positiv auf die Gesundheit auswirkt. US-Adventisten, die mehrheitlich auf eine pflanzenbasierte Ernährung achten oder sich vegetarisch ernähren, haben ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und einige Krebsarten. Es gibt einheitliche Hinweise darauf, dass diätetische Komponenten, die typisch für eine vegetarische Ernährung sind, im Zusammenhang mit einem niedrigeren Krankheitsrisiko stehen.

„Economic impact of plant-based food patterns in Belgium and the UK“

Prof. Dr. Lieven Annemans, Professor für Gesundheitsökonomie an der Ghent University aus Belgien, erläuterte in seinem Vortrag „Economic impact of plant-based food patterns in Belgium and the UK“ die Wirtschaftlichkeit zweier pflanzlicher Ernährungsmuster (mediterranes Ernährungsmuster und eine Ernährungsweise mit täglichem Verzehr von Sojaprodukten). Eine systematische Literaturrecherche ergab, dass eine pflanzenbasierte und sojahaltige Diät eine vorbeugende Wirkung auf die Entwicklung mehrerer Krankheiten, darunter Diabetes Typ 2 und koronare Herzerkrankungen hat. Vorläufige Ergebnisse seiner Analyse in Bezug auf die Kostenwirksamkeit einer pflanzlichen Ernährungsweise im Vergleich zu einer „konventionellen“ Ernährungsweise zeigten, dass eine pflanzliche Ernährungsweise zu großen Netto-Wirtschaftsgewinnen für die Gesellschaft führt. Wenn sich beispielsweise zehn Prozent der belgischen Bevölkerung für eine Ernährung mit viel Soja entscheiden würden, könnte der Staat 1,55 Milliarden Billionen Euro einsparen.

„Nudging adolescents towards plant-based food choices“

Wie bringt man die Gesellschaft nun aber dazu, auf eine pflanzenbasierte Ernährung zu achten und weniger Fleisch zu essen? Dieser Frage ging Dr. Hannah Ensaff der University of Leeds (UK) in ihrer Studie nach. In ihrem Vortrag „Nudging adolescents towards plant-based food choices“ stellt sie die Ergebnisse ihrer Forschung an einer Schule vor. Schüler in Großbritannien lassen frisch zubereitete, nährstoffreiche Mahlzeiten bei der Zusammenstellung ihres Essens in der Kantine häufig aus. Ihre Intervention in einer Schulkantine verdeutlicht, dass Nudging-Strategien („Stupser“ zur Verhaltensänderung), einschließlich Platzierung und Anordnung sowie Etikettierung und Aufmachung der Lebensmittel, zu einer veränderten Auswahl der Lebensmittel führt. Aufkleber mit Smileys auf den Verpackungen führten dazu, dass sie häufiger ausgewählt wurden. Wenn der Salat vor den warmen Speisen stand, führte dies ebenfalls dazu, dass häufiger zugegriffen wurde. Um eine bessere Auswahl der Mahlzeiten bei Jugendlichen zu erreichen, sollten Schulkantinen und Schulämter die Präsentation und Anordnung der Speisen reflektieren.

Alle Abstracts und Handouts der Referenten finden Sie HIER .

Bildergalerie:

Quelle: Alpro Foundation

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