Bierwettbewerb auf der Überholspur: Brussels Beer Challenge

20. November 2017

Mit 1.500 eingereichten Bieren verzeichnet die Brussels Beer Challenge 2017 eine Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und hat damit bereits im sechsten Jahr Anmeldezahlen erreicht, die der renommierte und als einer der härtesten Bierwettbewerbe bezeichnete European Beer Star in seinem zehnten Jahr vorweisen konnte. Natürlich muss fairerweise erwähnt werden, dass sich die Begeisterung und die öffentliche Wahrnehmung für das Thema Bier in den letzten fünf Jahren exponentiell gesteigert haben und die Brussels Beer Challenge von der Öffentlichkeitsarbeit der anderen Wettbewerbe wie des World Beer Cup sowie des European Beer Star profitiert. Dennoch eine beachtliche Leistung in einer Zeit, in der auf allen Kontinenten Bierwettbewerbe wie Pilze aus dem Boden schießen und der internationalen Szene der Beer Judges fast wöchentlich eine Einladung zur Teilnahme an weiteren Verkostungsveranstaltungen auf den Tisch flattert. Luc De Raedemaeker, Director Brussels Beer Challenge, führt den Erfolg seines „Babys“ auf mehrere Faktoren sowie eine stringente Strategie zurück.

Luc De Raedemaeker bei der Brussels Beer Challenge 2017

Foto: Bart Van der Perre

Als du die BBC konzipiert hast, welche anderen Wettbewerbe haben dich inspiriert, waren deine Vorbilder?

Luc De Raedemaeker: Wir haben in der Planungsphase drei Vorbilder identifiziert, deren Konzept und Umsetzung uns als sehr stimmig erschienen und die unserer Zielsetzung sehr nahe kommen. Dies ist zum einen der ‚Concours Mondial de Bruxelles‘, der beste und größte Weinwettbewerb der Welt, an dem mein Geschäftspartner Thomas Costenoble stark beteiligt ist. Und auf der Bierseite natürlich der ‚World Beer Cup‘ sowie der ‚European Beer Star; alle drei sind Wettbewerbe auf Weltklasseniveau.

1.500 Einreichungen in diesem Jahr – damit ist der Wettbewerb enorm erfolgreich und auf dem Weg, schon länger existierende Wettbewerbe wie den European Beer Star bald zu überholen, der erst in seinem zehnten Jahr eine solche Anmeldezahl vorweisen konnte. Welchen Kriterien, welcher Strategie schreibst du den Erfolg zu?

Luc De Raedemaeker: Wir haben uns in den vergangenen Jahren einen guten Ruf erarbeitet und bemühen uns, kontinuierlich neue und bessere Qualitätsstandards zu erreichen. Im Bereich Marketing haben wir viel Energie darauf verwendet, unsere Datenbank zu verbessern, und wir haben intensiv an unserer Social-Media-Strategie gefeilt. Zudem fungiere ich als Botschafter des Wettbewerbs und reise zu einschlägigen Branchenevents weltweit, um dort Brauer zu treffen und die BBC zu promoten. Weiterhin agieren wir in Kernmärkten mit sogenannten Ambassadors, die wichtige und bekannte Persönlichkeiten der jeweiligen Bierszene sind und ihrerseits den Ruf der BBC in den Markt tragen.

Servicekräfte bei der Brussels Beer Challenge 2017

Foto: Bart Van der Perre

Werden von Jahr zu Jahr Justierungen vorgenommen, die den Wettbewerb kontinuierlich weiterentwickeln? Wenn ja, wie gehst du dabei vor?

Luc De Raedemaeker: Ja, denn die Bierszene befindet sich in einem stetigen Wandel. Immer wieder werden aus Interpretationen bestehender Bierstile neue Kategorien geboren, und daher passen wir auch jedes Jahr unsere Kategorien an die tatsächliche Realität an. Wir haben mit den Erfahrungen und Rückmeldungen der letzten Jahre ein neues Verkostungsglas für den Wettbewerb entwickelt. Um den Wettbewerb konzeptionell voranzutreiben, arbeiten wir mit Fachleuten rund um den Globus und haben über die Jahre ein weltweites Netzwerk zur Förderung der BBC aufgebaut. Und last but not least sind wir von der Leidenschaft und Liebe zum Bier getrieben.

Nach welchen Kriterien wählst du die Judges aus? Auf welche Vorkenntnisse legst du Wert?

Luc De Raedemaeker: Die Judges des BBC-Teams werden aus einer Liste international anerkannter Brauer, Berater, Industriezulieferer, Journalisten und Schriftsteller ausgewählt und müssen folgende Kriterien erfüllen: Branchenanerkennung, über fundierte Kenntnisse der Bierstile und des Brauprozesses verfügen, ausgeprägte sensorische Fähigkeiten vorweisen, also eine sensorische Ausbildung oder Bierbewertungserfahrung im Gepäck haben, und natürlich ein hohes Maß an sozialer Kompetenz sowie Teamfähigkeit mitbringen.

Verkostung bei der Brussels Beer Challenge 2017

Foto: Bart Van der Perre

Was ist dein mittel- und langfristiges Ziel für die BBC?

Luc De Raedemaeker: Ein sehr ambitioniertes: Wir wollen der beste Bierwettbewerb der Welt werden. Vielleicht nicht der größte, aber der beste. Unsere Werkzeuge auf dem Weg dahin sind ganz einfach: Leidenschaft für Bier und die Bierkultur.

 

Die Ergebnisse der Brussels Beer Challenge 2017 finde Sie hier.

 

Lust auf mehr bekommen? Spannende Einsichten in andere internationale Wettbewerbe gibt es in unserer Rubrik Reportagen.

 

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