Foodpairing mit Bier: Christmas Edition

12. Dezember 2017

Wein zum Essen ist altbekannt, Bier zum Essen noch viel zu wenig. Wir haben uns daher des Themas Foodpairing mit Bier angenommen. Welche Aromen aus dem Bier passen zu welchem Food, welche Aromen ergänzen und verstärken sich, wie kann Bier ein bestimmtes Lebensmittel umschmeicheln? Das sind die Fragen, die man sich stellt, wenn man ein Food-Beer-Pair zusammenstellt. Wir haben sieben zu der Jahreszeit passende Lebensmittel ausgesucht und jeweils einen Bierpartner gesucht – und auch gefunden. Natürlich wurden die Kombinationen von uns ausgiebig getestet, das ist selbstverständlich als Food-PR-Agentur. Viel Spaß mit dem Foodpairing in der Christmas Edition.

Foodpairing Nr. 1: Zötlers Heilewelt mit Mandarinen

Heilewelt von der Privat-Brauerei Zötler zeichnet sich durch fruchtige Hefearomen und Zitrusnoten von den Hopfensorten Cascade und Lemondrop aus. Was würde dazu besser passen als eine saftige, frische Mandarine? Sie passt perfekt zu den fruchtigen Noten im Bier. Und wenn sie mal etwas säuerlich ist, hat das Heilewelt noch eine leichte, honigsüße Karamellnote in petto.

Auch Sandra ist von diesem Foodpairing begeistert: „Die fruchtige Süße der reifen Mandarine umschmeichelt die leicht wachsigen, exotischen Nuancen des Bieres und vereint sie zu einer gefälligen Harmonie.“

Verena fasst sich da etwas kürzer: „Erfrischend fruchtig – wie Sommer im Glas.“

Foodpairing: Zötlers Heilewelt mit Mandarinen

Foodpairing Nr. 2: White Ale aus Island mit Stollen

Was gibt es Besseres in der Vorweihnachtszeit als einen saftigen, würzigen Stollen? Passend dazu haben wir uns für ein Witbier aus Island entschieden, das White Ale von Einstök. Ganz typisch für den Bierstil sind Orangenschalen und Koriander im Bier, die die Gewürze im Stollen perfekt ergänzen. Wer gerne Stollen mit Butter isst, wird durch die feine Kohlensäure und Spritzigkeit des Witbieres feststellen, dass sich das Fett der Butter fein im Mund auflöst.

Sarah beäugt die Kombination etwas kritisch: „Ich mag leider keinen Stollen. Bei der Kombination ist das Bier generell eher hintergründig. Es gleicht die Süße vom Stollen aber gut aus. Durch die vielen Geschmacksrichtungen im Stollen wie Zitrus, Nuss oder Marzipan kommt es bei jedem Mal Probieren zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung.“

Verena schlägt gleich noch eine neue Kombination vor: „Der Stollen dominiert das schlanke Bier etwas. Ein Hefezopf würde hier vielleicht auch gut passen, denn die Hefenoten im Bier laden zum Trinken ein.“

Foodpairing: White Ale aus Island mit Stollen

Foodpairing Nr. 3: Frau Grubers Session IPA mit Rote-Bete-Chips

Hier passt das Flüssige schon rein optisch zu dem Festen. Rote-Bete-Chips sind der Kracher und ein echter Wintersnack. Erdige Noten kombiniert mit Salz und Knusprigkeit. Dazu passt ein feines Session IPA, und zwar das von Frau Gruber mit dem schönen Namen „Sunrise to Sunset“. Das Bier ist nur von November bis März erhältlich und bietet den perfekten Counterpart zu den erdigen Aromen mit einer sommerlich leichten Frische.

Stimmung zu diesem Foodpairing im Team: „Gewagte Kombination, die Gemüter spaltet.“

Verena stimmt diese Kombi positiv: „Fruchtige Maracuja trifft auf erdige Rote Bete: BAAAM! So geht Foodpairing!“

Foodpairing: Frau Grubers Session IPA mit Rote-Bete-Chips

Foodpairing Nr. 4: IPA aus Italien mit Cheddar

Wir geben zu, dass wir das Bier auch ein wenig aufgrund des schönen und farblich passenden Etiketts ausgesucht haben, aber das Carminia, ein IPA von der Brauerei Birra Karma aus Italien, überzeugt auch geschmacklich. Wie es sich für ein IPA gehört, besticht es mit purer Hopfenfruchtigkeit. Die Bittere und der Alkohol mit 6 Vol.-% sind etwas zurückhaltend. Trotzdem haben wir uns einen starken Food-Partner für das IPA ausgesucht. Ein Käse sollte es sein. Ein kräftiger Cheddar, der auch optisch mit den Bier locker mithalten kann. Und was hat das mit Weihnachten zu tun? Also, wir stehen auf Käsefondue.

Sarah analysiert, warum ihr die Kombination so gut gefällt: „Das Bier ist für meinen Geschmack eigentlich zu bitter. Der Cheddar hebt diese bittere Note auf. Das macht alles viel harmonischer und ist daher eine gute Kombi.“

Foodpairing: IPA aus Italien mit Cheddar

Foodpairing Nr. 5: Bierol Going Hazelnuts mit einem Nussmix

Bei diesem Foodpairing setzen wir auf die Regel „Gleich und Gleich gesellt sich gern“. Wir kombinieren das Going Hazelnuts von Bierol mit Nüssen. Dass das Sinn ergibt, müssen wir wohl nicht erwähnen. Manchmal sind Beer-&-Food-Pairings so simpel und grandios zugleich.

Verena zieht da einen sehr anschaulichen Vergleich: „It’s a match! Wie ein Tinder-Date, aus dem große Liebe wird.“

Warum die Kombination so gut funktioniert, erklärt Sandra: „Noisette und Nussaromen als Win-win-Situation im Mund. Weiches, rundes Mundgefühl wird durch das Fett in den Nüssen unterstützt.“

Foodpairing: Bierol Going Hazelnuts mit einem Nussmix

Foodpairing Nr. 6: Steamworks Pumpkin Ale mit Maronen

Sobald sich die Blätter verfärben und der Herbst die kalte Jahreszeit einläutet, ist Kürbiszeit – ob als Suppe, Pumpkin Pie oder im Ofen gebacken. Wir bevorzugen Kürbis im Bier. Eine fantastische Version eines Kürbisbiers ist das von Steamworks. Im Pumpkin Ale treffen Kürbis, eine ausgewählte Malzmischung und Gewürze aufeinander. Wir kombinieren dies mit frischen, warmen Maronen. Die gehören nämlich auch zum Winter dazu. Und durch ihre sämige Konsistenz hat man glatt das Gefühl, ein Pumpkin Pie im Mund zu haben.

Die Kombination verleitet Verena gleich zu einer Kampfansage: „Starbucks kann die Pumpkin-spiced Latte behalten – wir gehen zum Maronistand und trinken Pumpkin Ale dazu.“

Sarah sieht die ganze Sache sehr simpel: „Ja, das schmeckt mir! Das schmeckt wie ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt.“

Foodpairing: Steamworks Pumpkin Ale mit Maronen

Foodpairing Nr. 7: Mashsees Captain Blaubeer mit Feigen

Ein Baltic Porter besticht durch seine tiefschwarze Farbe und die Röstmalze mit Aromen von Schokolade und Kaffee. Mashsee legt mit seinem Captain Blaubeer noch eine Schippe drauf und hopft kalt mit Comet, einem Hopfen, der für seine Blaubeeraromen bekannt ist. Bei so einem komplexen Bier, das schon fast nach einem Dessert klingt, ist Vorsicht beim Foodpairing geboten. Kombiniert mit einer Feige mit ihrem leicht süßlichen, exotischen Geschmack bleibt der Captain weiterhin am Steuer und hält sich dezent im Hintergrund.

Erschlagen von der Geschmacksgewalt des Captains (und vielleicht auch dem Alkohol) findet Verena nur noch wenige Worte: „Lakritzig und fruchtig – geht gut.“

Foodpairing: Mashsees Captain Blaubeer mit Feigen

Fazit

Geschmäcker sind verschieden, aber einig waren sich alle: Bier und Food, das geht gut. Ausprobieren ist hier die Devise, denn es gibt viel zu entdecken in der Welt der Aromen.

Lust auf mehr Foodpairing mit Bier? Wie wäre es mit Bier und Plätzchen?

 

 

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