Neuester Schrei: Ghost Restaurants

2. Februar 2017

Ghost Restaurants? Das hat nicht etwa was mit einer Geisterbahn oder einem Gruselkabinett zu tun und auch nichts mit Snapchat; es ist ein Trend, der – wie sollte es anders sein – derzeit an der Ostküste der USA für Furore sorgt. Es sind Restaurants, die weder ein Ladenlokal noch Gäste haben. Dennoch wird gekocht, und das meist gleich in mehreren Küchen, mit unterschiedlichen internationalen Ausrichtungen. Zum Gast kommt das Essen dann via App-Bestellung und Lieferdienst auf den Esszimmertisch.

Das Konzept Ghost-Restaurants

Die Green Summit Group aus New York betreibt zwei Küchen mit über 50 Köchen und bedient damit insgesamt acht Marken, also Restaurants. Ausgeliefert wird exklusiv über Apps wie Grubhub und Seamless. So spart sich das Unternehmen nicht nur die Miete für den Gastraum, sondern sogar den eigenen Lieferservice. Nach außen erscheinen die Restaurants wie ganz normale Stores, mit einer Website, Speisekarte und sogar Öffnungszeiten. Dass dahinter eine Großküche steckt, merkt man nur, wenn man die eingetragene Adresse aufsucht. Etwas gruselig ist das ja schon – Ghost Restaurants halt.

Der Vorteil

Neben den genannten Sparvorteilen bieten die Ghost Restaurants einen weiteren, sehr entscheidenden Vorteil: Flexibilität. Taucht ein neuer Food-Trend auf, bietet man eben ein entsprechendes Restaurant an, das diesem nachgeht. Läuft es nicht, wird es einfach wieder geschlossen. Bei einem virtuellen Restaurant kein Problem.

Zukunftsfähig in Deutschland?

Das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Auf der einen Seite ist der Lieferdienst über Apps auch in Deutschland angekommen und wird regelmäßig in Anspruch genommen. Auf der anderen Seite verzeichnet der Außer-Haus-Markt hierzulande seit Jahren Zuwächse. Eines ist klar: Wenn Lieferdienst, dann muss die Qualität stimmen. Ob Burger, Salate oder Pizza, keiner möchte pappiges, durchgeweichtes Essen haben – weder von einem Lieferservice aus einem „echten“ Restaurant noch von einem der virtuellen Ghost Restaurants.

Unsere Meinung

Es ist immer wieder spannend zu sehen, was die auf der anderen Seite des großen Teichs so treiben. Und sind wir mal ehrlich, vieles davon landet irgendwann auch bei uns auf dem Markt. Deutsche Restaurants sollten sich also wappnen und so überzeugen, dass man lieber dort als zu Hause is(s)t. Denn ist es nicht viel schöner, in nettem Ambiente, mit einem guten Essen und Gesellschaft einen Abend zu verbringen, als sich via App etwas nach Hause zu bestellen? Wir als Agentur für Food-PR finden ja und sagen #makerestaurantsgreatagain.

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