Cold-Brew-Trend geht in die nächste Runde

31. Januar 2018

Wie immer bei Trends ist es spannend zu sehen, wie sie sich entwickeln und wie aus einem Trend ein Alltagsprodukt wird – so auch bei dem Cold-Brew-Trend. Sicher, wir trinken nicht jeden Tag kalten Kaffee, aber zumindest hat schon mal jeder den Begriff „Cold Brew“ gehört. Doch wird der Cold-Brew-Trend alltagstauglich?

Vom Cold-Brew-Trend auf den Markt

Nachdem die Cafés und Kaffeebars die spezielle Zubereitung des Kaffees in ihre Karte aufgenommen haben, hat es der Cold-Brew-Kaffee mittlerweile auch in den Handel geschafft. Klar, hier kommen wieder Start-ups in Spiel, die aus Trend Tugend machen und ein Trendprodukt auf den Markt bringen. So zum Beispiel Plück, das Cold Brew aus Berlin. 24 Stunden ziehen die Bohnen in kaltem Wasser. Ergebnis: kaum noch Säure- und Bitterstoffe, samtweich und irre viel Koffein. Wie viele Start-ups setzt auch das Team von Plück auf die Zusammenarbeit mit Anbietern aus der Region. Natürlich wächst kein Kaffee in Berlin, aber die Rösterei ist dort vor Ort. Die Bohnen stammen aus Ecuador – natürlich Fair Trade. Leider muss man Berliner sein, um in den Genuss von Plück zu kommen. Dort ist er in Cafés, Spätis und Delis erhältlich.

Plück-Cold-Brew-Flaschen

Foto: Plück Cold Brew Berlin

Ein weiterer Anbieter ist Karacho, das durch die Kooperation mit dm seinen Sprung in die weite Welt – innerhalb von Deutschland natürlich – geschafft hat. Karacho ist bio, fair brew, vegan, kalorienarm, ohne Zusätze und in zwei Geschmacksrichtungen erhältlich. Der 14 Stunden lang gezogene Cold Brew wird mit Biomilch oder Biokokoswasser verfeinert und in die Dose gefüllt.

Mädchen hält Karachodose

Foto: KARACHO GmbH

Cold Brew in die Flasche füllt das Team von Black Jack. Bereits 2013 stieß es auf die Zubereitungsart des Cold Brew und brauchte zwei Jahre, um die perfekte Bohnenmischung und die perfekte Zubereitung seines Produktes zu erhalten. Das Ergebnis gibt es im Online-Shop in zwei Größen zu kaufen. Wer auf Kaffeecocktails steht, kann sich auf der Seite von Rezepten inspirieren lassen. Auf kolumbianische Bohnen setzt noar. Gepaart mit kristallklarem kaltem Wasser ergibt sich das Koffeingetränk mit natürlicher Süße, auch hier in Bioqualität. Wer probieren will, kann ein Testpaket im Online-Shop bestellen; wer weiß, was er will, bestellt das große Paket. Auch im hohen Norden braut man kalten Kaffee. Slowbrew heißt das kalte Koffeingetränk, das über einen Online-Shop erhältlich ist.

Next Level: Cold Black Nitro

Noch in den Start-up-Kinderschuhen steckt das Projekt Cold Black Nitro. Das Team aus zwei Kaffeespezialisten (Melanie Schmitmeier und Rainer Languth) sowie einem alten Hasen aus der Getränkebranche (Alex Schwab) will den Trend rund um Cold Brew auf ein neues Level heben. Wie der Name schon verrät, ergänzen sie das Thema Nitro-Kaffee, die Kombination aus Cold Brew und Stickstoff also. Zwölf Stunden ziehen die Kaffeebohnen, die ursprünglich aus Südamerika und Afrika stammen und in einer traditionellen Trommelröstmaschine schonend geröstet wurden. Der Clou ist Stickstoff, der beim Öffnen der Dose freigesetzt wird. So erhält man eine perfekte Crema, ähnlich wie man es von einem heißen Kaffee gewohnt ist. Zusätzlich sorgt der Stickstoff für ein feines und cremiges Mundgefühl. Derzeit gibt es Cold Black Nitro noch nicht auf dem Markt. Das wollen die drei durch Crowdfunding nun möglich machen. Unterstützen kann man das Team bei Startnext.

Cold-Black-Nitro-Team

Foto: COLD BLACK NITRO UG

Wir sind gespannt, was aus dem Cold-Brew-Trend in Zukunft wird, und freuen uns auf viele weitere kalte Kaffeekreationen.

Was Cold Brew überhaupt ist, haben wir in einem früheren Artikel erklärt.

 

  Alle Beiträge von
Tags: ,
kalender.pur
Letzte Beiträge
19. September 2019

Unsere Top 5 der Gastro-Newsletter – immer up-to-date

Sie eignen sich bestens, um kurz und knapp über die

13. September 2019

Zurück zum historischen Ursprung: Brotbier mit (Rest-)Brot

Reinhold Barta, Inhaber der Brauerei Gusswerk in Hof bei Salzburg

11. September 2019

Brotkrümel: Was ist an der Weizenwampe dran?

Als Oecotrophologin und Brot-Sommelière nehme ich in unserer Kolumne Brotkrümel

Veröffentlicht unter beverages.pur, schlagzeile.pur Getagged mit: ,

kontakt.pur

Sie möchten Kontakt mit der Redaktion aufnehmen, weil Sie ein spannendes Thema haben, das in den Branchentreff gehört? Oder fehlt etwa ein wichtiger Termin im kalender.pur?

Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an branchentreff@kommunikationpur.com.

kategorien.pur

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close