Reiskalt macht Eis mit Sti(e)l!

29. März 2018

Text: Nora Hundemer, Franziska Schneider, Katharina Sontheimer, Valerie Richter

Wenn die Temperaturen im Frühling langsam wieder steigen und die Sonne scheint, überkommt jeden früher oder später die Lust auf ein leckeres Eis – ein kühles, cremiges Eis am Stiel im Schwimmbad, am Kiosk oder in der Uni. Doch wenn man aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen auf Milch verzichten möchte, beschränkt sich die Auswahl hierbei häufig auf Wassereis. Das wollen Nora Hundemer, Valerie Richter, Katharina Sontheimer und Franziska Schneider des IGL-Food-Teams Reiskalt ändern. Der IGL, Innovationswettbewerb für Getränke und Lebensmittel, bietet Studenten der Technischen Universität München jedes Jahr die Möglichkeit, eigene Produkte zu kreieren und unter Anleitung bis hin zur Marktreife zu entwickeln. Die Studentinnen der Lebensmitteltechnologie und Ernährungswissenschaften entwarfen während des letzten Jahres ein veganes Eis am Stiel auf Reismilchbasis.

Innovatives Eis?

Entstanden ist die Idee in einer gemeinsamen Mittagspause im letzten Sommer, in der zwar alle Lust auf ein Eis hatten, die unterschiedlichen Vorlieben und Einschränkungen jedoch schnell auffielen und in einer großen Diskussion endeten. Da kam die Möglichkeit des IGL-Food-Wettbewerbs genau richtig, um mit der Entwicklung eines Produktes kreativ zu werden, das man selbst bisher immer vermisst hat.

Im Vergleich zu bereits vorhandenen milchfreien Eisalternativen im Supermarkt, die meist auf Sojabasis hergestellt werden, birgt das Eis auf Reismilchbasis kein Allergenpotenzial und kann so auf eine größere Akzeptanz beim Verbraucher treffen.

Außerdem soll es mit der Entwicklung eines Eis am Stiel möglich werden, vegane Eisalternativen auch außerhalb eines Supermarktes und in einzelnen Portionen erwerben zu können, sodass der Verbraucher weniger eingeschränkt ist. „Bisher war der Kauf von milchfreiem Speiseeis meist nur in großen Supermärkten und großen Packungen möglich. Unsere Idee bietet für uns so eine wunderbare Möglichkeit, auch spontan unterwegs am Kiosk oder in der Uni ein Eis essen zu können“, so Valerie und Nora, die, wie viele andere in Deutschland, aus gesundheitlichen beziehungsweise ethischen Gründen auf Milch verzichten.

Ein zusätzlicher Hingucker soll das Eis durch seine schwarze Farbe werden, so, wie es in New York oder Schanghai bereits ein beliebter Trend für Lebensmittel ist.

Um das ganze Konzept abzurunden, soll die Verpackung des Produktes zum Schutz der Umwelt aus Bioplastik bestehen. „Ansprechen wollen wir mit unserem Produkt alle Leute, die sich bewusst mit ihrer Ernährung auseinandersetzen, sei es, weil sie es müssen oder weil sie sich selbst dafür entschieden haben. Natürlich gehören zu unserer Zielgruppe auch all diejenigen, die einfach mal ‚etwas Neues‘ ausprobieren wollen!“, erzählt Franziska.

Konnte die Vorfreude auf den Sommer mit diesen Aussichten geweckt werden?

Die anderen IGL-Food-Teams haben sich bereits bei uns vorgestellt. So zum Beispiel das etwas andere Frühstück FastBreak oder das Team Bavarian Bakery, das dank des IGL eine Macaron-Backmischung erfunden hat.

 

 

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