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Team Talk: Im Gespräch mit Nadine Weinmann

Nadine Weinmann im Team-Talk

In unserem Team Talk stellen wir regelmäßig Kolleginnen vor, sprechen über Vergangenes, Zukünftiges und natürlich Aktuelles aus unserem Agentur-Alltag. Das Faible für Lebensmittel und Kommunikation haben wir alle gemeinsam, doch unsere Backgrounds, Schwerpunkte und Sichtweisen sind, wie auch eine gesunde Ernährung sein sollte: sehr abwechslungsreich!

Nadine Weinman ist das vielseitig interessierte Allroundtalent in unserer Agentur. Druck-, Medien- und Verpackungstechnik stecken in ihren Hochschulabschlüssen, Sauerteig, Bier und Alpenvereinshütten-Bewirtung in ihrer ganz persönlichen Weiterbildung. Was all das mit ihrem Arbeitsalltag zu tun hat und welchen Kommunikations-Skill man auch als Hüttenwirtin gebrauchen kann, darüber sprechen wir hier.

Welche drei Worte beschreiben dich am besten?

Schwierige Frage. Ich würde mal sagen: ein Mix aus organisiert, bergbegeistert und manchmal auch etwas zu verkopft.

Von der Verpackungstechnik führt der Weg ja nicht zwangsläufig in eine Kommunikationsagentur. Wie bist du nach dem Studium bei kommunikation.pur gelandet?

Ehrlich gesagt war das ein glücklicher Zufall. Ein Kumpel kannte Sandra und hat mir ihre Stellenausschreibung für eine Aushilfsstelle neben dem Studium zugeschickt. Ich dachte mir: Warum nicht mal reinschnuppern? Und dann hat mir die Arbeit bei k.pur irgendwann mehr Spaß gemacht als mein eigentliches Studium. Nach dem Master war die Entscheidung deshalb ziemlich einfach und ich habe als Trainee bei kommunikation.pur gestartet.

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Definitiv die Abwechslung: verschiedene Projekte, verschiedene Kunden, der Mix daraus macht jeden Tag anders. Am meisten begeistern mich aber die Rezeptentwicklung und Rezeptshootings. Ich finde es spannend zu sehen, wie kreativ man ein Produkt in der Küche einsetzen kann und was dabei für überraschende Gerichte entstehen, mit denen man vorher gar nicht gerechnet hätte. Und dann das Shooting: wie viel Arbeit und Liebe zum Detail da drinsteckt, bis das Produkt schließlich in der Publikumspresse in Szene gesetzt wird. Das ist jedes Mal wieder ein spannendes Projekt, das wir bei unserer Arbeit mit unseren Kunden begleiten dürfen.  

Welches Projekt hat dich am meisten herausgefordert und was hast du daraus gelernt?

Das war definitiv mein Sommer als Hüttenwirtin – drei Monate auf über 2.300 Meter, komplett abgeschnitten von der Außenwelt. Kein Internet, früh raus, spät ins Bett, und ganz alleine die Küche schmeißen: Suppen, jeweils zwei verschiedene Hauptgerichte pro Tag, selbst gebackenes Sauerteigbrot für die Brettljausn, hausgemachte Kuchen und frischer Kaiserschmarrn standen täglich auf der Speisekarte. Über 100 Tage am Stück. Es war körperlich und mental das Härteste, was ich je gemacht habe, aber auch die intensivste Erfahrung. Da oben ist die Welt eine andere: keine Nachrichten, kein Alltagslärm, einfach nur Arbeit und Berge. Im Nachhinein bin ich unglaublich stolz, dass ich das mit vielen Hochs und Tiefs so durchgezogen habe.

Gibt es einen PR- bzw. Kommunikations-Skill, den man auch als Hüttenwirtin auf über 2.300 Metern gebrauchen kann?

Ich würde sagen, Kundenbetreuung, aber auf eine ganz neue Ebene gehoben. Nicht nur nine to five wie im Büro, sondern buchstäblich rund um die Uhr. Als Hüttenwirtin gibt es nämlich keinen Feierabend und auch kein Wochenende: Man ist präsent, man hört zu, man reagiert auf individuelle Wünsche, Stimmungen und Bedürfnisse. Das schärft den Blick dafür, was Menschen wirklich brauchen. Und das ist in der PR letztlich nicht anders.

Welche Tools oder Methoden nutzt du, um Projekte effizient und kreativ zu managen?

Das klingt vielleicht oldschool, aber ich schwöre auf handschriftliche To-Do-Listen und einen klassischen Jahreskalender aus Papier. Ich habe gemerkt, dass ich damit einfach am besten den Überblick und eine gute Struktur behalte.

Du hast 2024 eine Weiterbildung zur Biersommelière gemacht. Warum hat dich das interessiert und wie profitierst du heute davon bei deiner Arbeit?

Über meine Masterarbeit, die ich gemeinsam mit der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan geschrieben habe, bin ich das erste Mal richtig tief ins Thema Bier eingetaucht. Als ich dann bei kommunikation.pur direkt für die Brauerei gearbeitet habe, wollte ich mein Wissen vertiefen und habe 2024 die Ausbildung zur Biersommelière bei Doemens gemacht. In der Zeit habe ich meine Kenntnisse rund um das Thema Bier erweitert und jede Menge frischen Input sowie neue Inspirationen erhalten. Die Ausbildung umfasste alles, von den Grundlagen der Sensorik und internationalen Bierstilen über Rohstoffe und Bierherstellung bis hin zur Schanktechnik. Auch die Praxis kam nicht zu kurz: Wir haben zahlreiche Biere verkostet, unser eigenes Bier gebraut und die theoretischen und praktischen Einheiten durch Exkursionen in eine Brauerei sowie Mälzerei ergänzt. Heute profitiere ich davon, weil ich das Thema Bier und alles, was dazugehört, noch viel besser verstehe und dadurch auch kommunizieren kann.

KI ist natürlich das große Thema, das wird die Branche noch deutlich stärker prägen als heute. Die eigentliche Herausforderung liegt dabei weniger in den Tools selbst, sondern im richtigen Umgang damit: Wo und wie setzt man KI sinnvoll ein? Das wird, glaube ich, eine der zentralen Fragen der nächsten Jahre sein.

Für mich persönlich besonders spannend sind die sich verändernden Konsumgewohnheiten im Food- und Beverage-Bereich. Ernährungstrends, Nachhaltigkeit, neue Produktkategorien – all das stellt auch die Kommunikation und somit unsere tägliche Arbeit vor neue Aufgaben.

Wir haben gerade zwei neue Teammitglieder bekommen. Welchen Tipp für den Start gibst du ihnen mit auf den Weg?

Engagiert sein. Ich denke, wenn man Eigeninitiative zeigt und interessiert ist, dann fallen einem der Einstieg und die Arbeit leichter. Und man darf keine Scheu haben, Fragen zu stellen. Davon lernt man am meisten und man versteht die Hintergründe und Zusammenhänge schneller.

Welche kleine, überraschende Freude im Arbeitsalltag sollte niemand unterschätzen?

Der Austausch mit den Kolleginnen. Das klingt zwar erst mal banal, aber ich merke immer wieder, wie viel mir das bringt. Gerade weil wir viel im Homeoffice arbeiten, ist so ein Gespräch zwischendurch Gold wert: Man bekommt einen anderen Blickwinkel, neue Ideen, und manchmal löst sich ein Problem fast von selbst, über das man alleine schon eine Stunde nachgedacht hat.


Du möchtest gerne weitere Mitglieder aus unserem Team kennenlernen? Hier geht’s zum Interview mit Paula Verbeek Terés.



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Autorin: Sarah Fischer
Datum: 12.06.2026



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