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Team Talk: Im Gespräch mit Simone John

In unserem Team Talk stellen wir regelmäßig Kolleginnen vor, sprechen über Vergangenes, Zukünftiges und natürlich Aktuelles aus unserem Agentur-Alltag. Das Faible für Lebensmittel und Kommunikation haben wir alle gemeinsam, doch unsere Backgrounds, Schwerpunkte und Sichtweisen sind, wie auch eine gesunde Ernährung sein sollte: sehr abwechslungsreich!

Simone John ist Ernährungswissenschaftlerin (M. Sc.) und berichtet von ihrem Weg in die Food-PR und -Kommunikation, über ihr Gespür für Trends, ihre Leidenschaft fürs Sauerteigbrot-Backen und darüber, was für sie gute Kommunikation und Organisation ausmacht.

Simone, wie bist du von Oecotrophologie und Ernährungswissenschaften zur Kommunikation gekommen?

Mein Weg in die Kommunikation war zunächst nicht vorgezeichnet. Während meines Studiums lag mein Fokus klar auf Lebensmitteln, Ernährung und wissenschaftlichen Zusammenhängen. Erst im Berufsalltag habe ich gemerkt, dass mich neben den fachlichen Inhalten besonders die Frage begeistert, wie man dieses Wissen verständlich, relevant und ansprechend vermittelt.

Bei einem Hersteller für Bio-Lebensmittel und Superfoods habe ich Texte zu Ernährungstrends und unterschiedlichen Ernährungsformen verfasst, Marketingmaßnahmen umgesetzt sowie Inhalte für Social Media entwickelt. Dabei wurde mir klar, dass mir nicht nur die fachliche Auseinandersetzung mit Lebensmitteln Freude macht, sondern vor allem die Möglichkeit, komplexe Themen in verständliche und interessante Geschichten zu übersetzen.

Der Schritt in die Food-PR war deshalb für mich eine natürliche Weiterentwicklung. Heute kann ich mein wissenschaftliches Fachwissen mit kreativem Storytelling, strategischer Beratung und zielgruppengerechter Kommunikation verbinden. Genau diese Kombination macht meinen Beruf für mich so spannend.

Ein Trend, den ich schon sehr früh kommen sah, war ganz klar Matcha. Ich habe mich bereits vor vielen Jahren damit beschäftigt, als Matcha hierzulande noch eher ein Nischenthema war. Heute ist er aus Cafés, Getränkeregalen und Social Media kaum noch wegzudenken. Besonders spannend finde ich, dass Matcha nicht nur ein kurzfristiger Hype geblieben ist, sondern sich immer wieder neu erfindet: vom klassischen Matcha Latte bis hin zu Desserts und modernen Erfrischungsgetränken.

Zu meinen persönlichen Favoriten zählt aktuell Pistazie in wirklich allen möglichen Formen: in Süßigkeiten, als Brotaufstrich, im Gebäck oder als Eis. Außerdem begeistern mich fermentierte Produkte. Besonders Sauerteigbrot hat es mir angetan: Seit rund eineinhalb Jahren wird der Backofen dafür regelmäßig befeuert. Mich fasziniert, wie aus wenigen Zutaten und etwas Geduld immer wieder ein ganz individuelles Ergebnis entsteht.

Welche Werte sind dir in deiner Arbeit besonders wichtig?

In der Kommunikation sind mir vor allem Neugier, Verlässlichkeit und ein wertschätzendes Miteinander wichtig. Neugier bedeutet für mich, offen für neue Themen, Perspektiven und Entwicklungen zu bleiben – gerade in der Food-Welt, die sich ständig verändert.

Gleichzeitig lege ich großen Wert auf eine ehrliche und klare Kommunikation. Dazu gehört für mich nicht nur, komplexe Inhalte verständlich aufzubereiten, sondern auch ein transparenter Umgang miteinander, bei dem unterschiedliche Sichtweisen ernst genommen werden.

Verlässlichkeit bedeutet für mich, Zusagen einzuhalten, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Besonders gute Ergebnisse entstehen dort, wo fachliche Qualität, Kreativität und respektvolle Zusammenarbeit zusammenkommen.

Welches Projekt hat dich am meisten herausgefordert und was hast du daraus gelernt?

Ein Projekt, das mich besonders herausgefordert hat, war ein Foodblogger-Event in München. Dabei wurden die Themen der Kunden in einzelnen Sessions eingebunden und im Rahmen eines Drei-Gänge-Menüs präsentiert, das überwiegend mit den jeweiligen Kundenprodukten zubereitet wurde.

Das Projekt war sehr aufwendig, da viele verschiedene Beteiligte koordiniert werden mussten – von unseren Kunden über das Restaurant bis hin zu den eingeladenen Bloggerinnen und Bloggern. Gleichzeitig mussten zahlreiche Details, Abstimmungen und Zeitpläne zusammengeführt werden.

Trotz des hohen organisatorischen Aufwands hat mir das Projekt sehr viel Freude bereitet. Besonders motivierend fand ich, gemeinsam im Team und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden auf dieses große Event hinzuarbeiten und am Ende zu sehen, wie alles erfolgreich zusammenkommt.

Aus diesem Projekt habe ich vor allem mitgenommen, auch in stressigen Phasen den Überblick zu behalten, Prioritäten klar zu setzen und frühzeitig sowie offen mit allen Beteiligten zu kommunizieren. Gleichzeitig habe ich mein Zeit-, Stress- und Organisationsmanagement spürbar weiterentwickelt.

Was würdest du deinem „Berufsanfänger-Ich“ heute sagen?

Ich würde meinem Berufsanfänger-Ich sagen: Du musst nicht von Anfang an auf alles eine (perfekte) Antwort haben. Viel wichtiger ist es, offen zu bleiben, Fragen zu stellen und den Mut zu haben, die eigene Perspektive einzubringen.

Welche Tools oder Methoden nutzt du, um Projekte effizient und kreativ zu managen?

Für ein effizientes Projektmanagement arbeite ich mit individuellen Projektplänen für die einzelnen Kundinnen und Kunden. So kann ich Aufgaben, Zuständigkeiten und den aktuellen Stand transparent festhalten, und auch meine Kolleginnen haben jederzeit einen guten Überblick.

Zusätzlich nutze ich OneNote, um anstehende To-dos zu strukturieren sowie Notizen und erste Ideen festzuhalten. Das ist vielleicht kein besonders ausgefallenes Tool, aber für mich sind eine gute Organisation und ein verlässlicher Überblick entscheidend, um Projekte effizient zu steuern.

Kreativität lässt sich für mich allerdings nicht immer planen. Die besten Ideen entstehen oft dann, wenn ich gerade nicht vor dem Bildschirm sitze, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit. Wichtig ist deshalb, solche Gedanken direkt festzuhalten und anschließend strukturiert in das jeweilige Projekt zu übertragen.

Welche kleine, überraschende Freude im Arbeitsalltag sollte niemand unterschätzen?

Ein unerwartetes, ehrliches Lob für etwas, das man selbst für selbstverständlich gehalten hat. Oder Schokolade! Auch die sollte niemals unterschätzt werden.

Welche drei Worte beschreiben dich am besten?

Neugierig, kommunikativ, offen

Herzlichen Dank, liebe Simone, für dieses inspirierende Gespräch und dein Engagement in den vergangenen Jahren!


Bist du neugierig geworden und möchtest gerne das gesamte Team von kommunikation.pur kennenlernen? Dann geht’s hier zum Interview mit Christina Krumpoch.



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Datum: 11.08.2026



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