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Team Talk: Im Gespräch mit Christina Krumpoch

Christina Krumpoch im Team-Talk

In unserem Team Talk stellen wir regelmäßig Kolleginnen vor, sprechen über Vergangenes, Zukünftiges und natürlich Aktuelles aus unserem Agentur-Alltag. Das Faible für Lebensmittel und Kommunikation haben wir alle gemeinsam, doch unsere Backgrounds, Schwerpunkte und Sichtweisen sind, wie auch eine gesunde Ernährung sein sollte: sehr abwechslungsreich!

Christina Krumpoch ist seit 2019 bei kommunikation.pur.

Wir haben mit ihr über ihren beruflichen Werdegang gesprochen und dabei unter anderem erfahren, welche Trends sie im Bereich Food und Lifestyle aktuell begeistern und was für sie gute Teamarbeit bedeutet.

Christina, wie bist du in die Kommunikationsbranche – und speziell zu Food, Beverages & Lifestyle – gekommen?

Auf Umwegen. Ich habe mich schon als Jugendliche für Ernährung interessiert, und so bin ich nach der Schule bei der Ökotrophologie gelandet. Im Rahmen des Studiums habe ich mehrere Praktika absolviert und mich nach dem Trial-and-Error-Prinzip an die Öffentlichkeitsarbeit herangetastet: Praktikum im Forschungslabor – eher nichts für mich. Praktikum in der Ernährungsberatung – unsicher, hatte damals noch nicht so viel Bedeutung wie heute. Praktikum in der Marktforschung – ja, interessant. Jetzt gerne noch was mit Lebensmitteln und Ernährung, aber nicht Marketing – PR für Lebensmittel & Getränke: perfekt!

Wie lange arbeitest du schon bei k.pur und wo liegen deine Schwerpunkte in der Kundenarbeit?

Ich bin seit 6,5 Jahren bei k.pur und habe eigentlich keine Schwerpunkte. Wenn wir von Kompetenzen sprechen, dann sehe ich meine Stärken in der Marken- und Nachhaltigkeitskommunikation in Verbindung mit Storytelling sowie im Bereich Issuemanagement und Krisenkommunikation.

Wenn du deinen beruflichen Werdegang in drei Zutaten beschreiben müsstest – welche wären das?

Die drei Zutaten wären wohl Butter – Backpulver – Mehl.

Butter steht für meine berufliche Anfangszeit. Damals habe ich als Trainee in der Agentur für die CMA den Produktbereich Butter und Butterschmalz betreut und dabei sehr viel gelernt, was gute Produktkommunikation ausmacht. Also einen soliden PR-Baukasten, auf den ich aufbauen konnte.

Backpulver steht für meine Zeit in einem Lebensmittelunternehmen. Dort habe ich viel über vielseitige Markenkommunikation, Issuemanagement und die Abläufe in einem großen Unternehmen gelernt.

Und Mehl passt sinnbildlich zu den Bäckerkunden, für die ich heute einen großen Teil meiner Arbeitszeit einsetze.

Mich begeistert aktuell besonders, dass Ernährung wieder stärker ganzheitlich gedacht wird. Zwei Themen, die ich sehr spannend finde, sind Ballaststoffe und Functional Food.

Ballaststoffe waren lange ein eher nüchternes Ernährungsthema – wichtig, aber nicht unbedingt „sexy“. Das ändert sich gerade. Heute sprechen wir viel mehr über Darmgesundheit, Mikrobiota, Sättigung, Wohlbefinden und langfristige Prävention. Als Ökotrophologin freut mich das natürlich, weil Ballaststoffe ein anschauliches Beispiel dafür sind, wie viel Wirkung in scheinbar einfachen Lebensmitteln steckt: Vollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst, Nüsse oder Saaten.

Beim Thema Functional Food finde ich spannend, dass Verbraucherinnen und Verbraucher gezielter nach Lebensmitteln suchen, die über die reine Energiezufuhr hinaus einen Mehrwert bieten – zum Beispiel für Verdauung, Immunsystem, Konzentration oder Energie. Gleichzeitig ist das auch aus Kommunikationssicht ein interessantes Feld, weil man sehr verantwortungsvoll damit umgehen muss. Nicht jeder Trend hält, was er verspricht, und gerade hier braucht es glaubwürdige, verständliche und fachlich saubere Kommunikation auf Grundlage von fundiertem Ernährungsverständnis.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus – oder gibt es den gar nicht?

Es gibt wiederkehrende Projekte, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Aber eigentlich läuft ein Arbeitstag selten so ab, wie ich ihn mir am Vortag ausgemalt habe. In den meisten Fällen kommen unvorhergesehene Anfragen dazwischen, die priorisiert werden müssen. Und dann strukturiert man noch mal neu.

Was sind die größten Herausforderungen in deinem Job?

Die größte Herausforderung ist das, was mich oft am meisten begeistert, nämlich die Verbindung beider Welten: Ernährungskompetenz und Kommunikation. Gute Kommunikation kann helfen, komplexe Themen wie Darmgesundheit oder Lebensmittelinhaltsstoffe oder Nachhaltigkeit alltagstauglich und für jedermann einfach und verständlich herunterzubrechen – ohne Fachchinesisch, ohne zu übertreiben und ohne in Marketingversprechen abzurutschen.

Was macht für dich gute Teamarbeit aus und wie würdest du die Zusammenarbeit im Team beschreiben?

Gute Teamarbeit lebt für mich vor allem von beidseitigem Vertrauen und Verlässlichkeit. Mir ist wichtig, dass man sich aufeinander verlassen kann: fachlich, menschlich und organisatorisch. Das bedeutet nicht, dass immer alles perfekt laufen muss. Aber es bedeutet, dass man offen miteinander spricht, Zusagen ernst nimmt, Verantwortung übernimmt und gemeinsam nach Lösungen sucht, wenn etwas anders läuft als geplant.

In unserem Team bei k.pur schätze ich besonders das respektvolle Miteinander, das wir untereinander pflegen, die kurzen Wege und die Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterstützen. Wir sind alle auf Augenhöhe, und wenn eine Hilfe braucht, stehen mindestens zwei Kolleginnen da und bieten ihre Unterstützung an, obwohl sie selbst genug zu tun haben. Das ist schon sehr einmalig.

Wie schaffst du es, im Arbeitsalltag kreativ und inspiriert zu bleiben?

Ich glaube, Kreativität entsteht nicht nur am Schreibtisch. Ich lasse mich von sehr vielen Dingen inspirieren und gehe mit offenen Augen durch die Welt. Oft kommen mir gute Ideen genau dann, wenn ich eigentlich gar nicht aktiv über die Arbeit nachdenke, zum Beispiel beim Spaziergang oder beim Laufen durch den Wald oder in ganz alltäglichen Situationen. Wenn der Kopf frei wird, sortieren sich Gedanken neu, und plötzlich entsteht ein Ansatz, auf den man im konzentrierten Arbeitsmodus vielleicht gar nicht gekommen wäre. Für mich hat Kreativität deshalb viel mit Aufmerksamkeit und Neugier zu tun: beobachten, zuhören, Eindrücke aufnehmen, Themen verbinden, immer offen für Neues sein.

Welche Werte sind dir in deiner Arbeit besonders wichtig?

Besonders wichtig sind mir in meiner Arbeit Glaubwürdigkeit und Authentizität. Gerade in der Kommunikation merkt man schnell, ob etwas wirklich stimmig ist oder nur gut klingen soll. Für mich müssen Botschaften, Inhalte und Geschichten zur Marke, zum Unternehmen und zu den Menschen dahinter passen. Nur dann kann Kommunikation langfristig Vertrauen schaffen.

Ein weiterer wichtiger Wert ist für mich ein offener Umgang mit Fehlern. Fehler passieren – entscheidend ist, wie man damit umgeht. Ich finde es wichtig, ehrlich hinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und daraus zu lernen, statt Dinge schönzureden oder unter den Teppich zu kehren.

Was macht für dich den Erfolg eines PR-Projekts aus?

Ein PR-Projekt ist für mich dann erfolgreich, wenn es gelingt, eine wirklich stimmige Geschichte rund um ein Produkt, eine Marke, ein Unternehmen oder ein Thema zu finden. Eine Geschichte, die nicht konstruiert wirkt, sondern authentisch ist. Die einen echten Kern hat, Relevanz besitzt und Menschen begeistert. Im besten Fall ist sie so nachvollziehbar und interessant, dass Berichterstattung fast organisch entsteht, weil Journalistinnen und Journalisten, Medien oder auch Zielgruppen den Mehrwert erkennen und die Geschichte weitererzählen möchten.

Was würdest du deinem „Berufsanfänger-Ich“ heute sagen?

Heute würde ich meinem Berufsanfänger-Ich sagen: Fehler sind Helfer, nur anders buchstabiert. Auch wenn sie sich im jeweiligen Moment überhaupt nicht gut anfühlen, man sich ärgert und gerne im Boden versinken würde, zeigen sie einem oft, wo man genauer hinschauen, lernen oder den Kurs korrigieren sollte.

Herzlichen Dank, liebe Christina, für dieses inspirierende Gespräch und dein Engagement in den vergangenen 6,5 Jahren!


Bist du neugierig geworden und möchtest gerne das gesamte Team von kommunikation.pur kennenlernen? Dann geht’s hier zum Interview mit Nadine Weinmann.



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Datum: 23.06.2026



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