Routine oder Ritual?
Der Unterschied ist kleiner, als man denkt, und trotzdem entscheidend. Eine Routine läuft nebenbei ab. Wir machen sie, ohne hinzuschauen: Zähneputzen, der Weg zur Arbeit, das Öffnen des Mailprogramms. Ein Ritual ist eine Routine mit Aufmerksamkeit. Derselbe Kaffee am Morgen wird zum Ritual, wenn wir ihn bewusst trinken, statt ihn neben der ersten Mail kalt werden zu lassen. Die Handlung bleibt gleich, die Haltung ändert sich und damit auch die Wirkung.
Rituale, die sich im Agenturalltag bewähren: Tipps aus unserem #teampur
Wir haben im #teampur gefragt, welche Rituale den Arbeitstag tatsächlich besser machen.
Welches Ritual trägt dich durch den Arbeitstag?
Meine handschriftliche To-do-Liste, die ich zum Abschluss des vorherigen Tages zusammengestellt habe, indem ich die Termine im Kalender überprüfe und meine laufenden und aktuellen Aufgaben, die ich im Outlook mit Kategorien versehen, pflege. Das nochmal schriftlich zu notieren, hilft mir, zu priorisieren und mir erste Gedanken dazu zu machen. Geht auch alles digital, aber schreiben festigt es meiner Meinung nach noch einmal mehr. (Sandra)
Viel schlafen. Wichtig ist aber, sich seine Streicheleinheiten abzuholen, wenn man wach wird. Danach kann ich dann noch besser schlafen. Und Snacks gehören definitiv auch zu einem guten Arbeitstag dazu. Im Büro hole ich mir zum Beispiel immer meine Möhrchen bei Michaela ab. Das ist unser festes Büro-Ritual. (Rosi)
Ich kann über unser Smart Home mit dem Befehl „Ready to work“ gleichzeitig den Rechner, Monitor und die Kaffeemaschine starten. (Candy)
Gibt es etwas, das du jeden Tag gleich machst und das dir guttut?
Zum Start in den (Arbeits-)Tag bereite ich mir eine Kanne Tee zu, der dann direkt vor mir auf dem Schreibtisch steht. So stelle ich sicher, dass ich schon während meiner Arbeitszeit ausreichend trinke. Vergesse ich es in der Früh, merke ich häufig erst gegen Mittag, dass ich viel zu wenig getrunken habe. (Simone)
Ich liebe Kaffee und beginne meinen Arbeitstag immer mit einer Tasse Kaffee mit viel Milch. (Michaela)
Projektpläne durchgehen und erledigte Aufgaben abhaken tut mir auf jeden Fall gut. (Candy)
Den Computer mit einem heißen Kaffee hochfahren und erstmal Mails und Teams Nachrichten lesen. (Steffi)
Erledigte Aufgaben von meiner Liste streichen, gutes Gefühl! (Sandra)
Kaffeepause pünktlich um 11 Uhr. Wenn ich einen Termin habe, wird die Pause vorverlegt, aber niemals ausgesetzt. Im Homeoffice mache ich mir dann einen leckeren Cappuccino und genieße diese genussvolle Auszeit. (Paula)
Wenn sich mein Frauchen einen Kaffee macht, bekomme ich immer einen Kausnack. Sobald ich die Kaffeemaschine höre, stehe ich schon in der Küche und warte darauf. Das ist auch für mich eine genussvolle Auszeit. (Und ein guter Grund, meinen Schönheitsschlaf zu unterbrechen.) (Rosi)
Womit schließt du den Tag ab, bevor du den Rechner zuklappst?
Bevor ich meinen Rechner herunterfahre, checke ich noch, wie der nächste Tag aussehen wird: Welche Termine stehen an? Welche Aufgaben sind dringend? Wo benötige ich noch Rückmeldung? Dementsprechend versuche ich eine gewisse Grundstruktur für den nächsten Tag aufzubauen. (Simone)
Ich schaue, was am nächsten Tag ansteht, und checke noch kurz Social Media, ob es dort etwas Neues gibt. (Paula)
Zeiterfassung und To-do-Liste für den nächsten Tag schreiben. (Steffi)
Wenn ich im Büro bin, gehe ich nochmal eine kurze Kraulrunde, lasse mich von allen streicheln, esse die letzten Möhrchen, falls noch welche übrig sind (meistens nicht mehr), und gebe allen noch ein bisschen gute Laune mit. Im Homeoffice verschlafe ich meist das Ende meines Arbeitstages. (Rosi)
Gibt es ein Ritual außerhalb der Arbeit, das deinen Arbeitstag beeinflusst?
Ohne Frühstück kann ich nicht in den Tag starten. Wenn ich im Homeoffice arbeite und alle aus dem Haus und unterwegs zur Schule und Arbeit sind, nehme ich mir Zeit für ein Frühstück ganz alleine und in Ruhe. Wenn es dann tagsüber manchmal hektisch oder stressig wird, bin ich durch den ruhigen Start ausgeglichener und es tut mir einfach gut. (Michaela)
Ich bringe jeden Morgen meine Tochter in die Kita. Das sind insgesamt 15 bis 20 Minuten, die ich morgens an der frischen Luft mit etwas Bewegung verbringe. Perfekt, um in den Arbeitstag zu starten. (Candy)
Bevor unser Arbeitstag startet, gehen wir eine Runde Gassi. Rosi würde jetzt vermutlich sagen: „Das ist doch selbstverständlich.“ 😉 Für uns ist diese Runde aber nicht nur Pflichtprogramm, sondern auch ein ziemlich guter Start in den Arbeitstag. Man kommt in Bewegung, ist an der frischen Luft und in der Natur, bekommt den Kopf frei und kann frisch starten. Das Gleiche wiederholen wir nach unserem Arbeitstag und schätzen die Vorteile: Abschalten, durchatmen und die Beine nach dem langen Sitzen (und vielem Schlafen) wieder in Gang bringen. (Rosi und Paula)
Fazit
Rituale machen den Agenturalltag nicht ruhiger. Die Deadlines bleiben, die kurzfristigen Anfragen auch. Was sich ändert, ist der Umgang damit. Wer feste Anker im Tag hat, wird von der Dynamik weniger mitgerissen und kann seine Aufgaben schneller und effizienter abarbeiten.
Wenn ihr tiefer in das Thema Achtsamkeit einsteigen wollt: Hier findet ihr k.pur Tipps für mehr Achtsamkeit im Alltag.