Biohacking: Mit kleinen Tricks zur Selbstoptimierung

Ein weiteres, spannendes Konzept aus dem Reich der Ernährung ist intuitives Essen. In unserem Beitrag erfährst du mehr dazu.

10.08.2020

| Lesezeit: 5 Min.

Wollen wir nicht alle die beste Version unseres Selbst sein? Eine einfache Formel steckt dahinter: gesunde Ernährung mit viel Bewegung und ausreichend Schlaf kombiniert und vielleicht noch Meditation zum Ausgleich als i-Tüpfelchen. Wie gesagt, ganz einfach! Oder doch nicht? In unserem mit Terminen vollgestopften Alltag kommen diese Punkte oftmals zu kurz. Seit relativ kurzer Zeit gibt es im Bereich der Selbstoptimierung ein neues Phänomen: Biohacking. Mit dieser Methode können wir angeblich unser Leben durch kleine Tricks verbessern. Was wir dazu tun müssen und was genau hinter dem Begriff Biohacking steckt, erfahrt ihr hier.

Biologische Lifehacks?

Bei Biohacking geht es um ganzheitliche Selbstoptimierung. Ziel ist es, den Körper und Geist besser zu verstehen, Zusammenhänge zu erkennen, um anschließend neue Werkzeuge zu finden, die Gesundheit, Leistung und Wohlbefinden beeinflussen. Ähnlich wie PC-Hacker, die in Computersysteme eindringen, wollen Biohacker in den menschlichen Organismus eingreifen. Unser biologisches System wird dazu zerlegt, verstanden und wiederaufgebaut. Hier machen wir uns die Erkenntnisse aus Biologie und Umweltwissenschaften für persönliche Zwecke zunutze. Man könnte es also auch als Do-it-yourself-Biologie bezeichnen.

Kleine Änderungen, große Wirkung?

Zugegeben: Diese Definition wirkt zunächst sehr abstrakt. Doch Biohacking verspricht, dass wir durch einfache Methoden, die wir einmalig, täglich oder wöchentlich in unseren Alltag integrieren, schon viel erreichen können. Und das hört sich doch sehr vielversprechend an. Biohacking kann je nach Maßnahme in verschiedene Lebensbereiche eingeteilt werden. Den größten Einfluss auf unser System hat unsere Ernährung, die sich direkt auf unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden auswirkt. Dies merken wir besonders, wenn das Mittagstief nach dem Essen einschlägt oder wir vor dem Sport zu viel oder etwas Falsches gegessen haben. Die Hauptenergiequelle für Biohacker sind gesunde Fette. Daher stehen Fisch, Avocado, Nüsse, Samen und gesunde Öle an erster Stelle. Stark kohlenhydrathaltige Lebensmittel, allen voran Zucker, werden aufgrund ihrer leistungsmindernden Eigenschaften gemieden. So befolgen viele Biohacker eine ketogene Diät. Hinzu kommen viel frisches Gemüse sowie die Gewürze Kurkuma und Ingwer, um möglichst viele sekundäre Pflanzenstoffe wie Antioxidantien aufzunehmen. Außerdem nutzen Biohacker Intervallfasten, um die Fettverbrennung auf Hochtouren laufen zu lassen und dem Magen-Darm-Trakt eine Ruhepause zu gönnen.

No sugar in Zucker geschrieben, auf Holz
© kommunikation.pur GmbH

Zehn einfache Hacks, die jeder umsetzen kann

Ketogene Ernährung und Intervallfasten bedeuten eine größere Umstellung in unserem Alltag. Leichter geht es mit diesen Hacks:

  • Geh raus! Sonnenlicht sorgt für mehr Lernfähigkeit und ein besseres Erinnerungsvermögen (alternativ Vitamin D in den Wintermonaten).
  • Om! Regelmäßige Meditation lässt den Hippocampus wachsen, der für Lernprozesse im Gehirn zuständig ist.
  • It’s coffee time! Koffein Nap: Eine Tasse Kaffee direkt vor dem Powernap bringt einen doppelten Energieschub, da das Koffein erst nach 20 Minuten wirkt.
  • Raus aus den Federn! Beeinflusst durch unsere Hormone, sind wir morgens am leistungsfähigsten.
  • Weg mit der Technik! Die übermäßige Nutzung von sozialen Medien kann zu Depressionen und Angstzuständen führen – der Alptraum unserer Leistungsfähigkeit. Plane bewusst einen Tag Digital Detox ein und genieße die Natur.
  • Spiel mal wieder! Kreative Spiele schaffen neue neuronale Wege und stärken so das analytische Denken.
  • Iss buntes Obst und Gemüse! Je farbenfroher die Auswahl ist, desto mehr Antioxidantien nehmen wir auf, die freie Radikale binden und aus unserem Körper verbannen.
  • Sei ein Kaltduscher! Kälte unterstützt die Fettverbrennung und führt zu besserem Schlaf. Steigere die Dauer langsam, bis du zu den optimalen 30 Sekunden gelangst.
  • Iss weniger Zucker und mehr Fett! Die Gründe findest du oben beschrieben.
  • Steh regelmäßig auf! Spätestens alle 40 Minuten solltest du vom Stuhl oder Sofa aufstehen, ansonsten versteifen Muskeln und der Stoffwechsel verlangsamt sich.

Du siehst: Mit einfachen Methoden und kleinen Tricks im Alltag können Energie, Wohlbefinden und Konzentration optimiert und dadurch Stress reduziert werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Ein weiteres, spannendes Konzept aus dem Reich der Ernährung ist intuitives Essen. In unserem Beitrag erfährst du mehr dazu.

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