Tag des Deutschen Brotes: Hommage an die deutsche Brotkultur

16. Mai 2017

Heute ist Tag des Deutschen Brotes. Als angehende Brot-Sommelière ist das für mich ein Moment zum Innehalten und um ein paar Worte pro Brot zum Besten zu geben. Wir Deutschen sind ohne Frage auf ein paar Feldern meisterschaftlich unterwegs, ganz oben auf der Liste aber steht Brot. Mit fast 3.200 bislang anerkannten Brotspezialitäten  macht uns so schnell kein anderes Land den Titel streitig. Über 60 Kilo Brot und Backwaren kommen pro Haushalt in Deutschland im Jahr unters Messer und werden mit unterschiedlichen Aufstrichen, Käse, Wurst und süßen Belägen zu geschmacksvollendeten Kunstwerken gemacht. Deutschland is(s)t Brot und hat ihm sogar einen ganzen Tag gewidmet.

Beruflich mit Brot durchgestartet

Jeder von uns verbindet mit Brot besondere Genussmomente, Erinnerungen, die mit positiven Erlebnissen verbunden sind. Wer ist nicht morgens mit einem Pausenbrot in die Schule geschickt worden, hat den Hunger auf Reisen mit einer selbst gemachten Stulle gestillt, die Mittagspause mit einem belegten Brot verbracht? Mein ganz persönlicher Brotmoment fand direkt nach dem Studium statt, als ich ein Vorstellungsgespräch in einer großen Bio-Bäckerei für meine erste Stelle als Ernährungswissenschaftlerin hatte. Im Erdgeschoss bin ich an alten Steinbacköfen vorbeigegangen, im dritten Stock an großen Kesseln, in denen der Teig auf die Verarbeitung wartete, und über allem lag der Geruch nach frisch gebackenem Brot; da war es um mich geschehen und ich als Brotfan wiedergeboren. Ich habe die Stelle bekommen und es als besonderes Privileg empfunden, ein Teil eines Teams sein zu dürfen, das täglich ein so wunderbares Produkt herstellt. Wenn morgens die Brote aus dem Ofen kamen und in die Filialen verteilt wurden, hat mich das mit Stolz erfüllt.

Mein Sendungsauftrag: Pro Brot

Heute arbeite ich zwar nicht mehr in einer Bäckerei, aber mit dem und für das deutsche Bäckerhandwerk und spreche im Auftrag von Kunden aus der Bäckerbranche. Ich bin kein Bäcker und werde es wohl auch nicht mehr werden, das ist richtig. Aber ich bin brotbegeistert und finde, dass wir den Wert eines guten Brotes wieder mehr schätzen lernen müssen. Denn irgendwie ist das tägliche Brot schleichend eine Nebensache geworden, mehr eine Begleiterscheinung als ein zentrales Element im täglichen Speiseplan. Aber wenn nicht wir als führende Brotnation, wer soll dann die Fahne hochhalten? Und das gilt es meiner Meinung nach zu ändern. Deshalb sitze ich in der Bäckerakademie  wieder auf der Schulbank und frische mein Wissen über Brot auf, um in Zukunft als Brot-Sommelière noch mehr tolle Geschichten über die Herstellung, die Tradition und den Wert von Brot erzählen zu können. Ich bin zuversichtlich, dass das klappen wird.

Es lebe das Butterbrot, nicht nur am Tag des Deutschen Brotes

Mein persönlicher Favorit in der ganzen Super- und Trendfood-Welle ist und bleibt ein schlichtes Butterbrot; ganz ohne Schnörkel, Schnickschnack und bunte Gemüsegarnitur. Ein frisches Brot vom Bäcker mit kühler Butter bestrichen ist für mich ein ehrlicher und besonderer Genussmoment. Es muss nicht immer kompliziert sein.

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