Ein Symbol der Vorfreude und Tradition: Die Geschichte des Adventskranzes

Es gibt Dinge, die gehören einfach zur Vorweihnachtszeit dazu – wie Plätzchen, Glühwein, weihnachtliche Deko und natürlich der Adventskranz. Mit seinen leuchtenden Kerzen und grünen Tannenzweigen ist er ein Symbol der Vorfreude auf die festliche Weihnachtszeit. Seine Geschichte reicht weit zurück und ist von kulturellen Einflüssen und Traditionen geprägt.

27.11.2023

| Lesezeit: 5 Min.

Die Wurzeln des Adventskranzes reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Der Ursprung des Brauchs liegt in Deutschland, genauer gesagt in Hamburg. Der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern wird oft als der Erfinder des Adventskranzes bezeichnet. Im Jahr 1839 eröffnete er ein Kinderheim in Hamburg, das „Rauhe Haus“. Um den Kindern das Warten auf Weihnachten zu verkürzen, entwickelte er eine kreative Idee:
Wichern stellte ein hölzernes Wagenrad mit 19 roten und 4 weißen Kerzen auf. Die roten Kerzen symbolisierten die Wochentage, während die weißen Kerzen für die Adventssonntage standen. Jeden Tag wurde eine rote Kerze entzündet, und an den Sonntagen wurde eine weiße Kerze angezündet. Der Adventskranz war geboren und ist seitdem ein Symbol für die Vorfreude auf Weihnachten.

Eine leuchtende Kerze.
© pexels

Verbreitung und Entwicklung des Adventskranzes

Die Idee des Adventskranzes verbreitete sich rasch in anderen Teilen Deutschlands und erreichte schließlich auch weitere Länder. Das ursprüngliche schlichte Holzrad wich duftenden Tannenzweigen und im Laufe der Zeit wurde der Kranz kunstvoller und kleiner gestaltet, sodass er auf Tischen oder Fensterbänken aufgestellt werden konnte. Heute bestehen Adventskränze oft aus Tannengrün und sind mit Kerzen, Kugeln, Schleifen und anderen weihnachtlichen Ornamenten verziert.

Festes Symbol der (Vor)Weihnachtszeit

Der Adventskranz hat sich zu einem wichtigen Teil der (Vor)Weihnachtszeit entwickelt und wird in vielen Teilen der Welt als Symbol für die Vorfreude auf das Weihnachtsfest und die Geburt Jesu Christi angesehen. Er ist nicht nur in privaten Haushalten sehr beliebt, auch in Schulen, Unternehmen und in öffentlichen Räumen hat er mittlerweile einen festen Platz gefunden. Der Kranz selbst, der keine Anfangs- oder Endpunkte hat, symbolisiert die Ewigkeit Gottes. Die grünen Tannenzweige stehen für das Leben und die Hoffnung. Die Kerzen, die nach und nach entzündet werden, symbolisieren das zunehmende Licht in der Dunkelheit der Winterzeit und den Fortschritt der Adventszeit.

Tipps für einen DIY-Adventskranz

Einen Adventskranz selbst zu binden ist einfacher als man denkt. Der größte Vorteil dabei ist, dass man seiner Kreativität freien Lauf lassen und bei der Gestaltung individuelle Akzente setzen kann. Für alle, die auf die fertigen Adventskränze aus Blumenläden, Supermärkten und Co. verzichten möchten, gibt es hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen selbst gebundenen Adventskranz:

Weihnachtliche Dekoration.
© pexels

1. Materialien bereitlegen:
Bevor es losgeht, sollten zuerst alle erforderlichen Materialien gesammelt und bereitgelegt werden. Hierzu gehören ein Kranzrohling, Tannenzweige, Draht, Kerzenhalter und Kerzen und natürlich weitere Deko-Elemente nach Wunsch.

2. Tannenzweige befestigen:
Nun wird der Kranzrohling mit den Tannenzweigen umwickelt und diese mit Draht befestigt. Dadurch entsteht die Grundlage für den Adventskranz.

3. Kerzen platzieren:
Anschließend werden die Kerzenhalter auf den Kranz gesetzt und, je nach Ausführung, ebenfalls mit Draht befestigt. Bitte stets darauf achten, dass die Kerzen stabil und sicher sitzen.

4. Kreativ dekorieren:
Jetzt kann dekoriert werden: Dafür bieten sich zum Beispiel kleine Christbaumkugeln, Schleifen, Zimtstangen, getrocknete Apfel- oder Orangenscheiben oder andere weihnachtliche Deko an.

5. Farbliche Akzente setzen:
Ob klassisches Rot und Grün, elegantes Weiß und Gold oder sogar pastellige Töne – hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

6. Persönliche Note hinzufügen:
Zum Abschluss kann der selbst gestaltete Adventskranz noch mit persönlichen Elementen dekoriert werden, wie beispielsweise kleinen Anhängern mit den Namen der Familienmitglieder oder auch selbst gemachte Dekorationen.

Hier gibt es weitere Profi-Tipps und Ideen für selbst gemachte Adventskränze.


Wer sich für weitere geschichtliche Hintergründe rund um Weihnachten interessiert, der sollte sich einmal die Geschichte der Weihnachtsgans durchlesen.


BEITRAG TEILEN

WEITERE ARTIKEL, DIE DICH INTERESSIEREN KÖNNTEN

aptop mit dem LinkedIn-Unternehmensprofil von kommunikation.pur als Beispiel für B2B-Kommunikation auf Social Media
B2B-Kommunikation auf Social Media tickt anders als B2C. Längere Entscheidungswege und ein fachlich anspruchsvolles Publikum verändern die Regeln. Gerade in der Food- und Getränkebranche kommt es darauf an, komplexe Themen verständlich aufzubereiten und die richtigen Fachzielgruppen zu erreichen. Wir zeigen, was erfolgreiche B2B-Kommunikation ausmacht – und wie Unternehmen Social Media strategisch dafür nutzen können. mehr
Gemeinsam zum Ziel mit Strategie-Workshops
Im Interview sprechen wir mit Business- und Mentalcoach Klaus Höfler darüber, warum sich Unternehmen die Zeit nehmen sollten, in einem oder mehreren Workshops gemeinsam eine tragfähige Strategie zu erarbeiten und welche Vorbereitungen notwendig sind, um den bestmöglichen Nutzen bei einem Workshop als Ergebnis verbuchen zu können. mehr
Nachhaltigkeit ist für viele Marken längst ein fester Bestandteil ihrer Kommunikation. Begriffe wie „umweltfreundlich“, „klimaneutral“, „grün“ oder „nachhaltig“ finden sich auf Verpackungen, Produktseiten, in Werbekampagnen und Social-Media-Posts. Ab dem 27. September 2026 gelten jedoch deutlich konkretere Regeln für die Nachhaltigkeitskommunikation. Worauf ihr in eurer Kommunikation künftig achten müsst, erfahrt ihr hier. mehr
Feste Mahlzeiten oder flexible Snacks, traditionelle Mischkost oder pflanzliche Alternativen, Kochbuch oder Social Media: Unsere Esskultur verändert sich. Digitale Angebote, ein wachsendes Gesundheits- und Nachhaltigkeitsbewusstsein sowie unterschiedliche Gewohnheiten der Generationen prägen heute, was, wann und wie wir essen. mehr
Nach oben scrollen