Die Geschichte der Weihnachtsgans

16. November 2021

Besonders in der Weihnachtszeit sind vielen Menschen wiederkehrende Traditionen wichtig. So kommt es, dass auch beim Thema Weihnachtsessen häufig Jahr für Jahr die gleichen Gerichte zubereitet werden. Ein beliebtes Festtagsessen ist dabei die Weihnachtsgans. Im Folgenden erfahrt ihr, wie die Weihnachtsgans Einzug auf unsere weihnachtlichen Teller erhalten hat und worauf ihr beim Kauf achten solltet.

Von der Martinsgans zur Weihnachtsgans

Die Weihnachtsgans geht ursprünglich auf die Martinsgans zurück. Diese wurde zu Ehren des heiligen Martin um den 11. November, also noch vor der Adventszeit, verspeist. Anschließend begann die traditionelle vierzigtägige Fastenzeit, die mit der Christmette an Weihnachten endete. Zur Feier des Tages wurde ein Festbraten zubereitet. Im Mittelalter handelte es sich dabei noch um Schweinebraten, später mit zunehmendem Wohlstand der Bevölkerung wurde daraus dann der Gänsebraten. Besonders in Deutschland und Österreich wird die Gans zu Weihnachten klassisch zubereitet. Sie wird hauptsächlich mit Beifuß, Majoran, Kastanien oder Äpfeln gefüllt und gemeinsam mit Knödeln und Rotkohl serviert.

Beim Kauf der Weihnachtsgans sollte auf die Herkunft der Gans geachtet werden.
© pixabay

Herkunft der Weihnachtsgans

In Deutschland stammt lediglich ein kleiner Teil der Gänse aus regionalen Betrieben, der größte Anteil wird aus dem Ausland importiert. Besonders Polen und Ungarn liefern einen Großteil der Gänse für die Weihnachtszeit nach Deutschland. Vor Ort sind jedoch oftmals Praktiken erlaubt, die in Deutschland verboten sind, wie z.B. die Stopfmast und der Lebendrupf. Daher sollte beim Kauf der Weihnachtsgans genau auf die Herkunft des Tiers geachtet werden. Eine Möglichkeit, das Herkunftsland zu erkennen, ist die Buchstabenkombination der EWG-Nummer, die sich in der Regel in der Nähe des Mindesthaltbarkeitsdatums befindet. Die Buchstaben entsprechen den internationalen Abkürzungen, so steht HU für Ungarn und PL für Polen. Das bedeutet nicht automatisch, dass alle von dort importierten Gänse unter tierquälenden Bedingungen gehalten werden, kann jedoch einen Hinweis darauf geben. Ein weiteres Indiz ist der Preis. Die Spanne reicht von 20 bis 100 Euro pro Tier. Bei zu niedrigen Preisen ist Vorsicht geboten, diese könnten Hinweise auf Mastbetriebe mit niedrigen Standards für die Tierhaltung sein. Mit dem Kauf einer Weihnachtsgans aus „ökologischer Tierhaltung“ oder „Freilandhaltung“ fällt die Entscheidung nicht nur für ein Tier aus einer artgerechten Zucht, sondern auch für den besseren Geschmack. Im Gegensatz zu schnell gemästeten Tieren haben diese Gänse durch ihr längeres Leben und die Art der Fütterung weniger Fett und mehr Muskelfleisch, was sich positiv auf den Geschmack auswirkt. Mit diesem Wissen steht dem Gänsebraten-Genuss an Weihnachten nichts mehr im Wege.

Was neben der Gans an Weihnachten nicht fehlen darf, ist ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum. Erfahrt in unserem Beitrag mehr über die Geschichte des Weihnachtsbaums.

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