Top-5-Learnings von der #rework-Emotion-Konferenz

28. November 2016

„Was machen starke Frauen eigentlich anders?“ – mit dieser Frage im Kopf, die zugleich das Motto der Emotion-Konferenz des Magazins Emotion war, stieg Verena Franke von k.pur am 18. November 2016 in den tiefblauen Aufzug eines schicken Hamburger Hotels. Und genauso, wie sich das dunkle Blau mit Erreichen den siebten Stocks in ein helles Himmelblau verwandelt, so fand Verena auch mehr Klarheit und Antworten durch bewegende Vorträge unterschiedlichster Speakerinnen an diesem Tag.

1. „Finde einen geschützten Raum, um Fehler zu machen.“

Für Harriet Minter, Leadership-Expertin und Journalistin bei The Guardian, ist dieser Ort ihr Yogastudio, in dem sie sich einfach ausprobiert, gerade weil sie nicht zu den hochgewachsenen Bewegungskünstlerinnen zählt. Hier scheitert sie regelmäßig an Kopfstand und verknotenden Posen und nutzt diese Erfahrungen ganz bewusst, um ihre persönliche Fehlertoleranz zu erhöhen. Das überträgt sich auf ihre tägliche Arbeit. Sie traut sich dadurch in Besprechungen, einfach ihre Ideen laut zu sagen und Präsenz zu zeigen, auch wenn die Ideen noch nicht hieb- und stichfest sind. Zu diesem Verhalten haben sie ihre männlichen Kollegen inspiriert, die locker damit umgehen, wenn eine Idee nicht ankommt – sie bringen sich einfach mehr ein und werden mehr gesehen. So wie Harriet Minter jetzt.

2. „Die eigene Branche lieben.“

Sie hat das Verpflegungssystem von Branchenriesen wie Burger King, Ikea und Nordsee entscheidend geprägt. Annette Mützel ist das, was man unter einer Pionierin versteht. Nicht zuletzt, weil sich wahrscheinlich die Mehrheit der Deutschen nach einem anstrengenden Möbelhausbesuch mit einem Baukasten-Hotdog belohnt. Es lässt sich erahnen, wer dafür verantwortlich ist. Bei der Emotion-Konferenz betont sie: „Ich liebe meine Branche“, und man kann förmlich spüren, wie sehr sie sich mit dem Foodservice identifiziert. Mit der Einführung des Front-Days brachte Frau Mützel beispielsweise die Menschen aus dem Büro an die Burger-Kasse oder führte offene Büros ein. Eine besondere Frau für eine tolle Branche, die neben Heißhunger auf die Wurst im Brötchen einen bleibenden Eindruck und viel Motivation hinterlässt.

3. „Jeden Moment anwesend sein.“

Ganz offen zeigte Myriam Bekkar-Schneider ihren Tagesablauf. Dass sie viel zu tun hat, ist untertrieben, denn sie ist General Managerin der Kosmetikmarke Vichy International und dreifache Mutter. Um Beruf und Familie zu vereinen und beiden Seiten in ihrem Leben gerecht zu werden, hat sie sich klare, eigene Regeln aufgestellt, die auf einem Prinzip beruhen: Jeden Moment anwesend zu sein; aber falls nicht, es sagen und erklären. Besonders im Umgang mit ihren Kindern praktiziert sie diese Haltung. Sie hat sich selbst einmal dabei ertappt, dass sie eine Geschichte vorgelesen und dabei aber gleichzeitig an den Job gedacht hat. Nun schenkt sie ihrem Gegenüber die volle Aufmerksamkeit und ist im Hier und Jetzt präsent. Dies hat zur Folge, dass sie im Job und in ihrem Familienleben fokussierter ist und alles mitbekommt. Falls einmal die Gedanken abwandern, erklärt sie dies und spricht offen darüber, was sie bewegt.

4. „Man muss für das einstehen, woran man glaubt.“

Kerstin Plehwe hat in den letzten Monaten den Wahlkampf von Hillary Clinton in den USA begleitet und berichtete in Hamburg von ihren Erlebnissen bei dieser heißen Phase der US-Politik. Die renommierte Beraterin von Politik und Unternehmen gab den Teilnehmerinnen der Emotion-Konferenz eine Lebensweisheit mit, für die auch Hillary Clinton ein Symbol ist: „Man muss für das einstehen, woran man glaubt.“ Der Ausgang der Wahl ist bekannt, und gerade dies sollte Anlass und Motivation sein, in Politik, Unternehmen oder Privatleben für seine Ziele einzustehen.

5. „Bewegung aus purer Freude praktizieren.“

Mal ganz ehrlich, wer macht im Alltag Sport oder bewegt sich ganz allein der Freude wegen??? Oft sind es doch Motive wie Kalorienverbrauch, Muskelaufbau oder eine Ansage vom Arzt, die Menschen auf der Joggingstrecke oder im Pilates-Kurs zum Schwitzen bringen. Maria Bobenrieth, Executive Director der WOMEN WIN Foundation, regte die Teilnehmerinnen dazu an, sich einfach mal aus purer Freude heraus zu bewegen, wie damals in der Kindheit. Denn Sport beziehungsweise die Freude am Sport verhilft zu Resilienz, der Stehaufmännchen-Fähigkeit. Besonders im Mannschaftssport lerne man viele Dinge, die auch in der eigenen Karriere dienlich sind, z.B. nach einer Niederlage weiterzumachen oder sich im Team auf einander zu verlassen.

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