Heimische Apfelsorten und warum sie uns angeblich vom Arzt fernhalten

7. Juni 2022

„An apple a day keeps the doctor away“. Dieser Spruch macht humorvoll deutlich, dass Äpfel definitiv zu einer gesunden Ernährung gehören. Und das Gute ist, dass sie auch noch bei uns wachsen. Welche heimischen Apfelsorten es gibt, warum sie so gesund sind und was man alles aus Äpfeln zaubern kann, verraten wir euch in diesem Beitrag.

Weltweit werden etwa 30.000 verschiedene Apfelsorten angebaut, davon allein 4.000 in Deutschland. Immerhin ist der Apfel auch das Lieblingsobst der Deutschen. Wir stellen euch ein paar der gängigsten heimischen Apfelsorten vor:

Boskop

Viele kennen den Boskop als Klassiker für Apfelkuchen oder Apfelstrudel. Das liegt vor allem am hohen Fruchtzuckeranteil. Das Fruchtfleisch ist zugleich saftig und fest. Seine Farbe kann von grün bis rot variieren. Gepflückt wird er im September und Oktober und braucht dann noch rund einen Monat Nachreife.

Cox Orange

Zu erkennen ist diese Sorte an ihrer eher gelblich-orangen Farbe mit rötlichen Streifen. Die Cox-Orange-Äpfel sind sehr aromatisch und haben eine gute Balance zwischen Süße und Säure. Am besten sind sie zwischen September und März und im Supermarkt auch häufig nur in dieser Zeit erhältlich. Ihr Fruchtfleisch ist fest und daher sehr beliebt in der Küche, um beispielsweise Bratäpfel zu machen.

Elstar

Seine rote Farbe verrät schon einiges über diesen Apfel. Er ist im Vergleich zu anderen Sorten eher süß. Da er dennoch bissfest ist, eignet er sich vor allem gut als Snackapfel, auch für Kinder. Am aromatischsten ist der süß-saure Allrounder zwischen Oktober und März.

Granny Smith

Wer es gerne sauer mag, ist hier gut bedient. Der saure Tafelapfel ist knallgrün und zeichnet sich nur durch seine wachsartigen Schale aus. Er ist ganzjährig genussreif und daher sehr beliebt in deutschen Haushalten. Bei Kindern sollte man jedoch auf eine andere Sorte zurückgreifen, da diese den sehr sauren Geschmack nicht so gerne mögen.

Jonagold

Dieser Apfel ist süß und hat wenig Säure. Er wird im Vergleich zu anderen Apfelsorten schnell mürbe und sollte daher zwischen Oktober und Juni verzehrt werden. Seine Saftigkeit macht ihn zu einem beliebten Vertreter, wenn es um die Herstellung von Apfelsaft geht.

Worauf achten bei heimischen Apfelsorten?

Generell gilt, dass Äpfel aus der Region besonders aromatisch sind. Wer also in einem Apfelanbaugebiet wohnt, kann sich bei lokalen Anbietern über die Sorten und die Erntezeiten informieren. Immer mehr Landwirte und Landwirtinnen bauen alte vergessene Apfelsorten an. Auch hier lohnt es sich zuzugreifen. Wenn euch also Namen wie Schafsnase, Berlepsch oder Glockenapfel unterkommen, greift unbedingt zu.

Sorten, die das ganze Jahr verfügbar sind, wie beispielsweise Pink Lady, werden nicht in Deutschland angebaut. Pink Lady braucht viel Sonne und stammt ursprünglich aus Australien. Mittlerweile wird die sonnenverwöhnte Sorte aber auch in Frankreich, Italien und Spanien angebaut.

Vorzeigeobst Nr.1

Kein Obst steht so für die Kategorie Obst wie der Apfel. Kein Wunder, dass viele Ernährungsexperten den Apfel als Symbol für gesunde Ernährung nutzen. Wie viele andere Obstsorten liefert der Apfel verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Hier sind vor allem Vitamin A und die B-Vitamine zu nennen. Der Vitamin-C-Gehalt hängt stark von der Sorte ab. So glänzt die Sorte Braeburn mit 24-35 mg je 100 g (ähnlicher Wert wie eine Mandarine), während Elstar mit 10-15 mg einen der letzten Plätze belegt. Bei den Mineralstoffen liefern Äpfel vor allem Kalium und Calcium. Wichtig dabei ist, dass die Schale mitgegessen wird, da hier bzw. unmittelbar unter der Schale die meisten Nährstoffe liegen. Auch der natürliche Ballaststoff Pektin, der die Verdauung fördert, sitzt vor allem in der Schale. Die Verarbeitung hat ebenso Einfluss auf die Verfügbarkeit der Nährstoffe. Wird der Apfel zu Saft oder Mus verarbeitet, bleiben kaum noch gesunde Nährstoffe übrig. Am besten wird er reif und frisch verzehrt.

Allrounder in der Küche

Die Klassiker in der Küche sind Apfelkuchen, Apfelmus oder Bratapfel. Durch den Einsatz verschiedener Sorten kann man hier etwas Abwechslung reinbringen. Saure Apfelsorten eignen sich zum Beispiel hervorragend, um Salate damit zu verfeinern oder sich einen gesunden grünen Smoothie zu mixen. Sorten mit festem Fruchtfleisch können fein geschnitten im Backofen zu Apfelchips verwandelt werden. Der Kreativität sind wie immer keine Grenzen gesetzt. Wir haben ein paar Inspirationen für euch zusammengestellt:

Apfel-Bruschetta von Die Jungs kochen und backen

Apfel-Möhren-Salat von Applethree

Kürbispizza mit Äpfeln und Ahornsirup von Gaumenfreundin

Versunkener Apfelkuchen von Querbeet – Natürlich kochen

Ihr interessiert euch für regionale Produkte? Wie wäre es mit ein paar heimischen Superfood-Alternativen?

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