Kumpir: Noch in oder schon wieder out

In den vergangenen Jahren hat sich Kumpir, die in der Türkei zur Perfektion gebrachte Folienkartoffel, als absoluter Renner in den Streetfood-Wagen und Schnellrestaurants etabliert. Schon seit Ende der 1980er-Jahre ist sie fester Bestandteil des türkischen Speiseplans. Zwar sind gefüllte Backkartoffeln auch in Deutschland schon lange bekannt, doch die kreative und köstliche Zubereitung von Kumpir brachte frischen Wind in die gastronomische Szene. Nun stellt sich die Frage: Ist der Kumpir-Trend immer noch aktuell oder bereits wieder out??

18.09.2024

| Lesezeit: 4 Min.
Aus Kartoffeln wird Kumpir gemacht.
© pexels

Was ist Kumpir genau?

Kumpir ist ein Gericht, das aus großen, mehligkochenden Kartoffeln zubereitet wird. Sobald die Kartoffeln gar sind, werden sie in der Mitte etwas aufgeschnitten. Das Kartoffelinnere wird mit einer Gabel gelockert, mit Butter und geriebenem Käse vermengt und nach Belieben belegt. Kumpir ist mittlerweile ein fester Bestandteil der türkischen Fast-Food-Küche und kann auch mit Süßkartoffeln zubereitet werden.

Woher kommt Kumpir?

Kumpir oder auch Backkartoffeln sind in vielen Küchenkulturen präsent. Ursprünglich wurden sie im Herkunftsland Peru im Feuer geröstet und kamen anschließend auch nach Europa. Der Begriff Kumpir stammt vom Balkan, wo er „Kartoffel“ bedeutet. Dort wurden sie auf dem Grill oder zwischen Kohlen gebacken und dann mit Joghurt oder Butter serviert. In den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren bereicherten die Köchinnen und Köche in der Türkei Kumpir mit Meze und Salaten. Heutzutage enthält der typisch türkische Kumpir neben den Grundzutaten Käse und Butter auch saure Gurken, Sucuk, Mais, Oliven, geschnittenes Gemüse wie Karotten sowie Rot- und Weißkohl und verschiedene Soßen.

Welche Toppings passen zu Kumpir?

Vielleicht kommt Kumpir so gut an, weil die türkische Kartoffel sich so vielseitig zubereiten lässt – sie kann sowohl vegetarisch oder vegan als auch mit Fleisch kombiniert werden, schmeckt als Beilage oder als eigenständiges Gericht, als Hauptmahlzeit oder als Snack zwischendurch.

Bei Kumpir kann man, ähnlich wie bei Pizza, kreativ werden und praktisch jede Zutat als Topping verwenden. Beliebte Beilagen sind Zaziki oder Joghurt, sowohl rohes als auch gekochtes Gemüse, Fleisch wie Hähnchenbrust, verschiedene Kräuter oder scharfe Komponenten wie Peperoni. Man kann aber auch mit verschiedenen Geschmacksrichtungen experimentieren: Für eine mexikanische Note belegt man die Kartoffel mit Chili con Carne, Mais, Jalapeños und Sour Cream. Eine italienische Variante könnte Tomaten, Rucola, Mozzarella und Balsamico umfassen. Auch thailändische Aromen mit Babyspinat, Rotkohl, Karotten, Frühlingszwiebeln, Sesam und Erdnussdressing können eingesetzt werden.

Ist Kumpir noch angesagt?

Kumpir erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit, und das aus gutem Grund. Im Vergleich zu vielen anderen Fast-Food-Varianten ist Kumpir nicht so fettig und ungesund. Wir sind begeistert von Kumpir als schmackhafte und schnelle Option für die Mittagspause. Besonders gut gefallen uns die zahlreichen vegetarischen Varianten, die sich kreativ und abwechslungsreich gestalten lassen.
Unser Fazit: Kumpir ist definitiv mehr als nur ein Trend – es ist eine Bereicherung für den kulinarischen Alltag.


Ein weiteres Gericht, das eine Zeit lang einen richtigen Hype erlebt hat, sind Eier in Tomatensauce. Hier erfahrt ihr, ob Shakshuka noch in oder schon wieder out ist.


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