Shakshuka – Noch in oder schon wieder out?

15. September 2021

Shakshuka – jedem echten Foodie dürfte das herzhaft-deftige Gericht aus der israelischen und nordafrikanischen Küche in den 10er-Jahren des 21. Jahrhunderts einmal begegnet sein. In seinen Herkunftsländern ist Shakshuka freilich schon lange bekannt, die deutschen Gaumen kamen aber erst vor ein paar Jahren auf den Geschmack, als Köche wie der aus Israel stammende Yotam Ottolenghi mit ihren Heimatrezepten die Kochbuch-Charts stürmten. Shakshuka ist eines dieser Gerichte, das für eine kurze Zeit einfach jeder machte. Wie im Ofen geröstete Kichererbsen. Oder Cake Pops.

Aber für die, an denen diese kurze Zeit vorbeigegangen ist – darum geht es:

Die würzige Basis

Wenn man Shakshuka Unrecht tun will, könnte man platt sagen, es sind Eier in Tomatensauce. Aber natürlich ist es viel mehr als das. Und natürlich gibt es unzählige Varianten. Neben Tomaten und Eiern sind Zwiebeln, Knoblauch und Chili in der Regel feste Bestandteile. Und Gewürze, allen voran Kreuzkümmel. An dieser Stelle sei kurz darauf hingewiesen, dass Tomate und Kreuzkümmel eine der besten Geschmackskombinationen ist, die eine Länderküche je hervorgebracht hat. In einer schlichten Shakshuka-Version könnte das schon alles gewesen sein, die meisten reichern das Gericht aber noch mit einem bestimmten Gemüse an – etwa Paprika, Kartoffeln, Auberginen oder Spinat.

Eier pochieren war noch nie so einfach – und so lecker!

Shakshuka in der Pfanne
@ kommunikation.pur

Die Genialität von Shakshuka entsteht aber vor allem durch die Art und Weise, wie die Eier in das Gericht eingebunden werden. Denn diese werden nicht etwa separat gekocht und dann später dazu gereicht. Nein, sie werden pochiert, und zwar direkt in der Tomatensauce! Eine Erleichterung für alle, die schon einmal versucht haben, Eier klassisch in Wasser zu pochieren und am Ende vor einer milchigen Brühe mit zerfleddertem Ei standen. Nachdem man also aus Zwiebeln, Knoblauch, Chili, Gewürzen, (Dosen-)Tomaten und seinem Wahl-Gemüse eine eintopfartige, herrlich duftende Shakshuka gekocht hat, werden ein paar Mulden in die dickflüssige, stückige Masse gedrückt, in die die Eier aufgeschlagen werden. Das Eiweiß wird vorsichtig ein bisschen mit der Sauce verrührt, dann kommt ein Deckel auf die Pfanne und die Eier beginnen zu stocken. Aber nur so lange, bis das Eiweiß geronnen ist, die Eigelbe müssen flüssig bleiben.

Ein Umami-Boost, der an die Seele geht

Zum Servieren empfiehlt sich ein großer Löffel, damit man die pochierten Eier unverletzt auf Teller transferieren kann, zusammen mit einigen Schöpfern des vor Umami strotzenden, orientalischen Tomateneintopfs. Man stelle sich nun die Geschmacksexplosion vor, die detoniert, wenn man mit einem Löffel das Ei zerteilt, das süßliche Gelb in die herzhaft-würzige Tomatensauce läuft und man beides zusammen auf der Zunge zergehen lässt. Wie Tomate und Kreuzkümmel gehört auch Tomate und Ei zu einer der besten Geschmackskombinationen. Im Übrigen stecken Eier und Tomaten tatsächlich voller Umami, der fünften Geschmacksrichtung, die man kaum besser definieren könnte als durch dieses Gericht. Soul Food at it‘s best. In Deutschland würde man so ein Essen klassisch im Winter zubereiten, in Nordafrika und Israel wird es im Sommer gegessen, gerne auch als Frühstück. Warum den Tag auch nicht mit einer Portion guter Laune beginnen?

Shakshuka im Trend-o-meter

Zur Frage, ob noch in oder schon wieder out, muss man ehrlicherweise sagen, dass man sich an den vielen Shakshuka-Bildern sowohl in Kochbüchern als auch im world wide web inzwischen etwas sattgesehen hat und man auch niemanden mehr damit hinter dem Ofen hervorlockt. Als hipper Foodtrend ist das Gericht durch. Aber als herrlich deftiges Soulfood immer noch genauso lecker und ein absolutes Probier-Muss für alle, die Shakshuka noch nie gegessen haben.

Euch ist das Wasser im Mund zusammengelaufen? Leckere Rezepte findet ihr auch in diesen tollen Kochbüchern: Vegan Foodporn von und mit Bianca Zapatka, Einfach natürlich backen – Ein Plädoyer für mehr Vielfalt in der Rührschüssel und Swingfood – Musik geht durch den Magen

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