Beste Lebensmittelreste

8. März 2018

Lebensmittelreste will jeder vermeiden, schließlich wandert mit diesen sonst bares Geld in die Tonne. Möglichkeiten, die Lebensmittelverschwendung im eigenen Haushalt gering zu halten, gibt es zum Glück viele.

Das hat wohl (fast) jeder schon mal erlebt: Der Lebensmitteleinkauf kann verführerisch sein – insbesondere, wenn Hunger mitmischt. Dann landet all das im Einkaufswagen, auf das man gerade Lust hat. Aus einer Handvoll benötigter Lebensmittel kann dann blitzschnell eine Unmenge werden, die Vorrats- und Kühlschrank zum Bersten bringt. Kein Wunder, dass Lebensmittelverschwendung (leider) zum Alltagsbegleiter geworden ist.

Symbol für Abfall nicht für Lebensmittel

Wie im Schlaraffenland mag es im ersten Moment anmuten, wenn Lebensmittel in Hülle und Fülle in der heimischen Küche verfügbar sind. Wo soll man da bloß anfangen zu essen? Ich selbst habe es schon viel zu oft erlebt, dass die große Auswahl an Lebensmitteln mich eher überfordert. Dann kommt es schon mal vor, dass die Karotten etwas länger im Kühlschrank liegen als geplant und die Äpfel nicht mehr ganz so knackig und saftig sind, wie man sie gerne isst.

Die Tücke mit dem MHD

So schnell kann es gehen … Bleiben Lebensmittel so lange liegen, dass sich Schimmel bildet oder sie verdorben sind, gibt es kein Zurück mehr auf dem Weg in die Abfalltonne. Kommt es jedoch vor, dass lediglich das MHD überschritten ist, ist das noch kein Grund, das Produkt in die endlosen Weiten des Abfalls zu schicken. Erst kürzlich habe ich bei Facebook einen Post aufgeschnappt, der ein Foto mit einem Hinweis zeigte. Dort stand: „Es heißt mindestens haltbar bis und nicht sofort tödlich ab.“ Auch wenn das sehr drastisch formuliert ist, zeigt es doch ganz deutlich, wie unsere Gesellschaft tickt. Die Bedeutung des MHDs legt jeder für sich persönlich aus.

Auch die zahlreichen Kommentare unter diesem Post spiegeln wider, wie kontrovers das Thema diskutiert wird. Da gibt es den einen Facebook-User, der erzählt, im Januar 2018 einen einwandfreien Joghurt gegessen zu haben, der bereits im Oktober 2017 „abgelaufen“ war, aber auch solche, die ein Produkt nicht einmal mehr an dem Tag des jeweiligen MHDs verzehren.

Lebensmittel wie Nudeln können zu einem Nudelsalat verarbeitet werden

Teller statt Tonne

Ich habe für mich einen Mittelweg gefunden: Auch wenn ich es mir vornehme, nur nach Bedarf einzukaufen, klappt das nicht immer. Habe ich also große Mengen an Gemüse zu Hause, putze und portioniere ich sie kurz nach dem Einkauf und friere einen Teil davon ein. Karotten gleich zu schälen sorgt bei mir auch dafür, dass ich schneller mal zum gesunden Snack für zwischendurch greife. Kommt es vor, dass z.B. Äpfel oder Birnen länger liegen, koche ich ein Mus daraus oder backe einen Kuchen damit. Frischkäse, von dem nur noch wenig übrig ist, verarbeite ich gerne mal in Saucen, und zum Überbacken kommen bei mir gerne auch schon mal Reste von Parmesan, Mozzarella und Gouda gleichzeitig zum Einsatz. Bei Produkten, deren MHD überschritten ist, heißt es für mich, insbesondere bei ungeöffneten Produkten: probieren statt einfach wegwerfen.

Generell heißt Lebensmittelverschwendung vermeiden auch kreativ werden. Auch wenn es im ersten Moment vielleicht nicht so appetitlich klingen mag, „Reste zu verwerten“, so kann das doch umso leckerer sein. Ich selbst wurde schon häufig von solch spontanen Resteessen überrascht. Aus gekochtem Reis wird so einfach und schnell eine asiatisch anmutende, gebratene Variante und aus gekochten Nudeln ein Nudelsalat oder Auflauf. Braune Bananen wandern bei mir in der Regel in einen Milchshake.

Braune Bananen sind ein Lebensmittel, das noch verzehrfähig ist.

Von der richtigen Lagerung bis hin zum Erkennen von Lebensmittelverderb – passende Tipps liefert auch das Bundeszentrum für Ernährung. Es zeigt damit auf, wie Lebensmittel mehr Wertschätzung erfahren. Halten wir uns alle auch nur zu einem kleinen Teil daran, können wir den unnötigen Abfallberg verringern.

Es landen nicht nur zu viele Lebensmittel im Müll, auch Verpackungsmaterialien können im Alltag reduziert werden. So wird der riesige Abfallberg zum Zwerg. Lesen Sie selbst, welche Lösungen es gibt und wie man Müll vermeiden kann.

 

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