Fünf Tipps für spielend mehr Kreativität

20.08.2019

| Lesezeit: 4 Min.

Es kann schon einige Zeit dauern, bis einen die Muse küsst und die kreativen Ideen aus einem hervorsprudeln. Anstatt, vielleicht vergeblich, zu warten, kann Kreativität auch damit angeregt werden, was im Kindesalter für alle eine Selbstverständlichkeit war: mit dem Spielen. Es fördert in erster Linie die Fantasie und die Flexibilität; beides ist ein guter Nährboden für innovative Einfälle und abstrakte Herangehensweisen. Wichtig für ein Spiel mit Mehrwert: ein anregendes Umfeld und eine entspannte innere Haltung.

Bewegung für Geistesblitze

Ob Kickern oder Tischtennis – körperliche Bewegung mit Spielcharakter sorgt nicht nur für eine physische Distanz zum Schreibtisch, sondern bringt auch die Gedanken auf Trab. Schnelle Reaktionen erhöhen den Herzschlag und regen den Kreislauf an, man wird wacher und energiegeladener. Zudem stärkt das gemeinsame Spiel das Miteinander unter den Kollegen, wenn jeder Mal ein guter Verlierer sein kann. Beste Voraussetzungen, um im anschließenden Brainstorming zusammen kreative Ideen auszuhecken und um gemeinsam um die Ecke denken zu können.

Kleine Helden für Aha-Momente

Oft sind sie als Dekoration auf Schreibtischen zu finden: Überraschungsei-Figuren oder Legomännchen. Ob Geschenk von den Kindern oder Glücksbringer, sie können mehr sein als nur ein Andenken, wenn man sie in die Hand nimmt. Wenn die Hände mal etwas anderes als die Tastatur zu spüren bekommen, bietet das auch dem Geist eine Abwechslung. Auch Spielkarten sind ideale Werkzeuge für haptische Herausforderungen. Vom kunstvollen Mischen über passgenaues Legen bis zum meterhohen Kartenhausbau lassen Karten viel Raum für ein anregendes Spiel.

Gemeinsam Märchen erzählen

Wer kennt es nicht, dass einem die Wörter fehlen oder beim Storytelling die Geschichte nicht so richtig rund wird? Anstatt nach Synonymen zu googeln kann ein kleines Spiel unter Kollegen den Wortschatz aufpolieren. Das läuft wie folgt ab: Jemand beginnt mit einem Satz, und der Sitznachbar muss den nächsten Satz mit dem letzten Substantiv des Vorredners beginnen, sodass sich eine Geschichte ergibt. Beispiel gefällig? „Ich ging im Park spazieren, als ein Hund auf mich zulief.“ „Der Hund war groß und schwarz und balancierte im Mund ein Körbchen.“ „In diesem Körbchen steckten Brot und Wein.“ „Zu viel Wein hab ich wohl auch getrunken …“

Eine andere Rolle spielen

Wer stand nicht als Kind im Kaufmannsladen oder hat als Postbote Briefe in der Nachbarschaft ausgeteilt? Früher war es ganz normal, zwischen unterschiedlichen Rollen zu wechseln und damit Ansichten, Tätigkeiten, Körperhaltung und Stimmlage zu verändern. Dieses Spiel macht flexibel und eröffnet neue Blickwinkel – wunderbare Eigenschaften, die den Berufsalltag vereinfachen. Auftraggeber-Auftragnehmer-Szenarien können durchgespielt werden, um das Verständnis für das Gegenüber zu verbessern und die sogenannten blinden Flecken zu erkennen. Ein Perspektivwechsel, der die Sachlage klarer macht.

Wettbewerb beflügelt

Wettbewerb kann auf der einen Seite für Druck und Konkurrenz sorgen, spielerisch eingesetzt regt er jedoch auch die Kreativität an. Eine Möglichkeit dafür ist, das Team in zwei Mannschaften aufzuteilen und gegeneinander antreten zu lassen. Sofort wird der Wettbewerbsmodus eingestellt, und jeder will gewinnen. Mit Wörtern und Bildern zu spielen regt besonders die Kreativität an. Die Aufgabe: Dinge an ein Flipchart in einer vorgegebenen Zeit malen, die zum Beispiel das Wort „Apfel“ enthalten – vom Augapfel bis zur Apfelschorle. Aus diesem Spiel geht jeder als Gewinner mit neuen Ideen hervor.

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