Fünf Tipps gegen Schreibblockaden

21.11.2019

| Lesezeit: 4 Min.

Im Leben muss man von Zeit zu Zeit Texte verfassen. Sei es der Aufsatz für die Schule, die Bachelor- oder Masterarbeit am Ende des Studiums oder das Bewerbungsschreiben bei der Jobsuche. Und jeder kennt diese Situation: Ein blinkender Cursor im Word-Dokument und ein Kopf auf den Schultern, der genauso leer ist wie die Seite, auf die man starrt. Schreibblockade. Und nun?

Wir haben fünf Tipps für dich, wie du die Blockade ruckzuck überwinden kannst:

#1 Schreibe irgendwas

Dir fällt kein guter Anfang ein? Du weißt gar nicht so genau, was du sagen willst? Oder du findest nicht die richtigen Worte dafür? Die Lösung: Wirf alles über Bord und schreib einfach drauflos. Irgendwas. Und wenn es nur das Wort „irgendwas“ ist. Oft ist es vor allem die leere Seite, die blockiert. Und bist du erst einmal mit den Tasten in Kontakt, wird früher oder später etwas Brauchbares dabei herauskommen. Es ist leichter, bestehenden Text zu bearbeiten, als neuen zu erstellen.

#2 Nimm Abschied vom Perfektionismus

„Das ist nicht gut“, „Ach, nee, das kann man so nicht schreiben“, „Das klingt aber blöd“. Alles Gedanken, die blockieren und den Schreibfluss hemmen. Hier heißt es: Nimm Abschied vom Perfektionismus. Nicht jeder Satz muss eine literarische Höchstleistung sein. Konzentriere dich im ersten Schritt darauf, was du sagen willst, und nicht wie du es sagen willst. Manchmal kann es sogar helfen, bewusst „unschön“ zu schreiben und wie ein Grundschüler in kurzen, schnörkellosen Sätzen auf den Punkt zu bringen, was die Kernaussage eines Textes sein soll. Die Kernaussage dieses Textes könnte etwa lauten:

Schreibblockaden sind doof. Keiner mag sie. Ich auch nicht. Aber man kann was dagegen tun. Quatsch wie diesen hier schreiben zum Beispiel. Das hilft wirklich. Klingt komisch, ist aber so. Probiere es aus.

#3 Mache einen Spaziergang an frischer Luft

In festgefahrenen Situationen können frische Luft und Bewegung Wunder bewirken. Wenn sich die Gedanken im Kreis drehen, solltest du deinem Kopf eine Pause gönnen und als Gegenpol deinen Körper in Aktion bringen. Drehe eine Runde um den Block, steige aufs Rad oder schwinge zu deinem Lieblingssong das Tanzbein. Alles, was dich auf andere Gedanken bringt und Körpereinsatz fordert, ist geeignet.

#4 Geh schlafen

Das beste Mittel überhaupt: Schlaf. Ein Text, mit dem du dich heute abmühst und dich Stunde um Stunde hindurchquälst, fließt dir womöglich morgen aus der Hand. Im Schlaf sortieren sich Gedanken neu, Erlebtes wird verarbeitet, Gelerntes gefestigt und Schreibblockaden können sich wie von selbst in Luft auflösen. Wenn es keine Deadline einzuhalten gilt, geh also am besten erst mal ins Bett.

#5 Lass dich inspirieren

Oft braucht es nur einen kleinen Impuls von außen, der einem die zündende Idee bringt. Wenn du also selbst nicht weiterkommst: Schau einfach mal, was anderen zu dem Thema eingefallen ist, wie sie es gelöst haben, welche Formulierungen sie gewählt haben. Hier geht es nicht darum, zu klauen oder abzuschreiben, sondern darum, aus Bestehendem neue Einfälle zu generieren. So kannst du deine Gedanken in andere Richtungen lenken und der eigenen Kreativität eine kleine Starthilfe geben.

Bewährte Techniken zur Steigerung der Kreativität gibt es auch in unserem Artikel Fünf Tipps für spielend mehr Kreativität.

 

BEITRAG TEILEN

WEITERE ARTIKEL, DIE DICH INTERESSIEREN KÖNNTEN

Sandra Ganzenmüller und Candy Sierks
Die Kommunikationswelt verändert sich: Kanäle werden vielfältiger, Prozesse schneller und Künstliche Intelligenz hält Einzug in den Agenturalltag. Gleichzeitig bleiben fachliche Kompetenz, Vertrauen und persönliche Beziehungen unverzichtbar. Agenturgründerin Sandra Ganzenmüller und Nachfolgerin Candy Sierks sprechen darüber, was gute Food-Kommunikation heute ausmacht und was sie morgen leisten muss. mehr
Kiosk-Konzepte neu gedacht.
Zeitung, Zigaretten, Gummibärchen und fertig ist der Kiosk? Von wegen. Was jahrzehntelang als Basisversorger mit überschaubarem Sortiment galt, wird gerade neu definiert. Zwischen Coffee-to-go-Kultur, Digitalisierung und Kiez-Romantik entstehen Konzepte, die zeigen: Der Kiosk ist der heimliche Trendsetter des kleinflächigen Einzelhandels. Auch mir ist dieser Wandel zuletzt immer wieder aufgefallen. Wenn man durch die verschiedenen Stadtviertel in München schlendert, ist an vielen Ecken ein neuer Kiosk aufgepoppt und beim genaueren Hinsehen wird schnell klar, dass sich dahinter weit mehr verbirgt als der klassische Zeitschriften- und Zigarettenladen von früher. mehr
Food Kommunikation am Essenstisch
Kaum ein Thema ist so nah dran am Alltag der Menschen und gleichzeitig so emotional besetzt wie Ernährung. Wir haben uns die Studie „Gesellschaft und Ernährung: Was uns verbindet und trennt“ angeschaut. Auf Basis von sechs Fokusgruppen und einer repräsentativen Befragung zeichnet sie ein differenziertes Bild davon, wie Menschen in Deutschland über das Essen denken, wo es im Alltag Konflikte gibt und worin man sich einig ist. mehr
Fermentierte Lebensmittel sind eine gute Ergänzung zu einem plant-based Lifestyle.
Vorurteile gegen vegane oder pflanzliche Ernährung halten sich hartnäckig: sie sei langweilig, bestehe nur aus Salat, Verzicht sowie ungewürztem Tofu und führe zwangsläufig zu Nährstoffmangel. Doch weit gefehlt: Aktuelle Trends zeigen, wie gesundheitsfördernd und kreativ pflanzenbasiertes Essen sein kann. Wir schauen uns an, welche Entwicklungen dem Thema Plant-based gerade ordentlich Rückenwind geben. mehr
Nach oben scrollen