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Die Geschichte der Zimtschnecke

Die Geschichte der Zimtschnecke

Seit einem Urlaub in Schweden vor ein paar Jahren bin ich dem Gebäck quasi verfallen: der Zimtschnecke. Oder Kanelbulle, wie sie in Schweden genannt wird. Ich kann mich noch erinnern, wie ich in einem schönen Innenhof eines Cafés, irgendwo zwischen Stockholm und Kalmar, zum ersten Mal in den Genuss des köstlichen Gebäcks kam. Diese süße Kombination aus fluffig-weichem Hefeteig und Zimt und Zucker war direkt ein echtes Seelenfutter für mich. Noch ein Kaffee oder Tee dazu, am liebsten in netter Gesellschaft, und die fika, so nennen die Schweden ihre Kaffeepause, ist perfekt. Doch woher kommt eigentlich die Zimtschnecke? Das haben wir uns einmal genauer angeschaut …

Wir bleiben gleich in Schweden, denn hier nahm die Zimtschnecke, die dortzulande eher wie ein Brötchen geformt wird (schwedisch kanel bedeutet übersetzt Zimt und bulle Brötchen) ihren Anfang. Ein erster Hinweis auf die Entstehung der Zimtschnecke stammt aus der Zeit nach dem Ende des 1. Weltkrieges. Damals wurden Backzutaten wie Butter, Zucker und Zimt, nach vorheriger Rationierung aufgrund des Krieges, wieder leichter zugänglich. Die Kosten dafür waren zu Beginn jedoch recht hoch, sodass die Zimtschnecke erst im Laufe der 50er-Jahre ein fester Bestandteil der Backkultur wurde.

Verbreitung der Zimtschnecke

Schneckennudel, Zuckerschnecke, Kanelsnegl, Kanelbulle und cinnamon roll – unter all diesen Begriffen ist die Zimtschnecke bekannt und beliebt. Vom Ursprungsland Skandinavien aus hat sich das süße Hefegebäck mittlerweile über Mitteleuropa bis hin nach Nordamerika verbreitet. In vielen Ländern hat sie im Laufe der Zeit durch regionale Einflüsse und kulinarische Vorlieben lokale Variationen angenommen, aber das Grundrezept bleibt meistens gleich: ein süßer Hefeteig mit Zucker und Zimt, oft mit Glasur oder Zuckerguss bedeckt.

Nicht zuletzt dank sozialer Medien wie Instagram und TikTok genießt die Zimtschnecke seit längerer Zeit einen regelrechten Hype. Auf den Kanälen findet man viele bunte Bilder verschiedener Variationen, von klassisch bis fancy ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Der Tag der Zimtschnecke

Die Schweden lieben ihre Zimtschnecken. Alljährlich am 4. Oktober feiern sie daher den Tag der Zimtschnecke (schwedisch kanelbullens dag). Der Hembakningsrådet, der schwedische Bäckerverband, rief den Tag im Jahr 1999 ins Leben. Die Idee dahinter war, an die Tradition des Backens zu Hause zu erinnern und dabei bewusst auf die beliebte Zimtschnecke aufmerksam zu machen. Man wählte dafür nicht ohne Grund einen Tag Anfang Oktober. Neben dem Tag der Zimtschnecke existieren in Schweden noch weitere Tage, die verschiedene kulinarische Köstlichkeiten des skandinavischen Landes feiern, wie der Tag der Waffel oder der Tag der Köttbullar. Diesen wollte man nicht in die Quere kommen, daher wählte man den 4. Oktober.

Wenn die Zahlen, die im Internet die Runde machen, stimmen, dann werden jedes Jahr alleine am 4. Oktober rund sieben Millionen Zimtschnecken in Cafés und Supermärkten in ganz Schweden verkauft. Da sind die in den heimischen Küchen selbst kreierten Hefegebäcke noch gar nicht mit eingerechnet. Gemessen an der Einwohnerzahl von etwas mehr als 10 Millionen ist das eine mehr als beeindruckende Zahl.

Zimtschnecken aller Art: vom Klassiker bis zum Bienenstich-Topping

Heutzutage gibt es unzählige Variationen der Zimtschnecke, auch vegane und glutenfreie Optionen bis hin zu kreativen Kombinationen mit Nuss- oder Fruchttopping sowie Geschmacksrichtungen, die von Bienenstich über Pistazie bis hin zu Spekulatius reichen. Egal wie die Zimtschnecke zubereitet wird, sie ist und bleibt ein zeitloser Klassiker, der die Menschen zusammenbringt und in geselliger Runde für eine kleine Auszeit vom Alltag sorgt.

Die Auswahl ist riesig und es gibt Shops, die ausschließlich Zimtschnecken im Angebot haben. Wie direkt bei uns ums Eck der Agentur. Da werde ich mir jetzt eine klassische Zimtschnecke kaufen und sie in Ruhe während der fika genießen.

Wer nicht das Glück hat, einen Zimtschnecken-Laden direkt vor der Haustür zu haben oder vielleicht auch einfach lieber der schönen Tradition des Backens zu Hause frönen möchte, für den gibt es hier ein paar Rezepttipps für die Zubereitung der perfekten Zimtschnecke:

Der Klassiker: Zimtschnecken mit Frischkäse-Glasur

Die vegane Variante: Vegane Zimtschnecken


Die fruchtig-beerige Kombi: Saftige Zimtschnecken mit Blaubeerfüllung


Wer sich für weitere Food-Entwicklungen interessiert, dem legen wir unseren Beitrag über die Geschichte des Fast Food ans Herz.



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Datum: 17.04.2024



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