Salz – das „Weiße Gold“, geliebt oder verteufelt

Himalaya-Salz ist ein rosafarbenes Steinsalz, das ursprünglich aus der Himalaya-Region stammt. Im Gegensatz zu herkömmlichem Speisesalz enthält es neben Natriumchlorid (98%) auch Spuren von anderen Mineralstoffen, wie Eisen, Magnesium und Kalzium. Gesundheitliche Wirkungen konnten bislang nicht nachgewiesen werden. Meersalz wird, wie Eingangs beschrieben, durch Verdunstung von reinem Meerwasser in Salzbecken gewonnen. Das Besondere ist die natürliche Variation der Korngröße, die häufig sehr grobkörnig ist. Fleur de Sel stammt von der Küste Südfrankreichs und enthält mehr Restfeuchte als grobes Meersalz. An windstillen Tagen entstehen leichte Salzflocken, die sogenannten „Salzblumen“. Sie treiben als hauchdünne Schicht an der flachen, ruhigen Wasseroberfläche und werden dort in vorsichtiger Handarbeit abgeschöpft. Jodiertes Salz wird nachträglich mit Natrium- oder Kaliumjodat angereichert und enthält 15 bis höchstens 25 mg Jod pro Kilogramm. Der Grund dafür, das Salz jodiert wird, ist, dass Deutschland als Jodmangelgebiet gilt. Warum wir Salz gleichzeitig lieben und verteufeln Bei Kochsalz (Natriumchlorid) handelt es sich um eine Verbindung aus Natrium und Chlorid. 2,5 Gramm Salz entsprechen einem Gramm Natrium. In unserem Körper erfüllt es wichtige Aufgaben wie die Regulation des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts und ist damit Basis für einen funktionierenden Stoffwechsel. Da es nicht selbst vom Körper gebildet wird, ist es essenziell also lebensnotwendig und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Salz ist ein Geschmacksträger und würzt unsere Speisen. Gleichzeitig lassen sich Speisen durch Salz länger haltbar machen. Zu viel davon wirkt sich jedoch negativ auf unseren Körper aus und kann beispielsweise zu Bluthochdruck führen. Wie bei vielen Lebensmitteln gilt also auch für Salz: „Die Menge macht das Gift“ oder positiver formuliert: „In Maßen ist alles erlaubt“. Ob ein Lebensmittel zu viel Salz enthält, zeigt der Nutri-Score zwar nicht, aber eine gewisse Orientierung bietet er. Aktuelles zum Nutri-Score erfahrt ihr hier.

20.05.2022

| Lesezeit: 5 Min.

Früher war Salz ein wertvolles Gut und wer es besaß, galt als reich und mächtig. Heute wird über die Reduktion von Salz in Lebensmitteln und seine schädlichen Eigenschaften diskutiert. Eins steht allerdings fest: Salz ist für uns Menschen lebenswichtig.

Ein kurzer Blick in die Geschichte

Der Begriff Sold kommt von Salz, denn schon die alten Römer speisten gerne luxuriös und Beamte und Soldaten bekamen ihren Lohn teilweise in Form von Salz ausgezahlt. Das verdeutlicht, wie wertvoll Salz früher einmal war. Schon die frühen Hochkulturen nutzten Salz zum Würzen und zum Konservieren von Nahrungsmitteln. Gewonnen wurde es aus Meerwasser oder aus Ablagerungen in Salzwüsten. Meerwasser verdunstete mithilfe von Sonne und Wind in eigens angelegten Salzgärten. Waren diese ausgetrocknet, blieb festes Salz zurück. Diese Art der Salz-Gewinnung war sehr aufwendig, weshalb Salz bei den Römern ein wertvoller Rohstoff war. Salzstraßen entstanden, um das „Weiße Gold“ von den Küsten ins Inland zu transportieren. Der Salzhandel war ein lukratives Geschäft. Er schuf florierende Städte und brachte den internationalen Fernhandel in Gang.

Neben den Römern hatten auch die Kelten einige Jahrhunderte vor Christus verschiedene Methoden zur Salzgewinnung. Mit einfachster Ausrüstung gruben sie metertiefe Schächte, um Salz zu gewinnen, oder nutzten Salzwasservorkommen. In diesem Fall wurde die Sole, das salzhaltige Wasser, aufgefangen und in Tonkrügen auf Feuerstellen eingedampft. Ebenfalls ein sehr aufwendiges Verfahren.

Von jodiertem bis Himalaya-Salz

Fleur de Sel, antikes Meersalz, rosa Kristallsalz, Himalaya-Salz, Jodsalz, Kräutersalz…die Salzauswahl ist groß. Was ist was?

Himalaya-Salz ist ein rosafarbenes Steinsalz, das ursprünglich aus der Himalaya-Region stammt. Im Gegensatz zu herkömmlichem Speisesalz enthält es neben Natriumchlorid (98%) auch Spuren von anderen Mineralstoffen, wie Eisen, Magnesium und Kalzium. Gesundheitliche Wirkungen konnten bislang nicht nachgewiesen werden.

Meersalz wird, wie Eingangs beschrieben, durch Verdunstung von reinem Meerwasser in Salzbecken gewonnen. Das Besondere ist die natürliche Variation der Korngröße, die häufig sehr grobkörnig ist.

Fleur de Sel stammt von der Küste Südfrankreichs und enthält mehr Restfeuchte als grobes Meersalz. An windstillen Tagen entstehen leichte Salzflocken, die sogenannten „Salzblumen“. Sie treiben als hauchdünne Schicht an der flachen, ruhigen Wasseroberfläche und werden dort in vorsichtiger Handarbeit abgeschöpft.

Jodiertes Salz wird nachträglich mit Natrium- oder Kaliumjodat angereichert und enthält 15 bis höchstens 25 mg Jod pro Kilogramm. Der Grund dafür, das Salz jodiert wird, ist, dass Deutschland als Jodmangelgebiet gilt.

Warum wir Salz gleichzeitig lieben und verteufeln

Bei Kochsalz (Natriumchlorid) handelt es sich um eine Verbindung aus Natrium und Chlorid. 2,5 Gramm Salz entsprechen einem Gramm Natrium. In unserem Körper erfüllt es wichtige Aufgaben wie die Regulation des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts und ist damit Basis für einen funktionierenden Stoffwechsel. Da es nicht selbst vom Körper gebildet wird, ist es essenziell also lebensnotwendig und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Salz ist ein Geschmacksträger und würzt unsere Speisen. Gleichzeitig lassen sich Speisen durch Salz länger haltbar machen. Zu viel davon wirkt sich jedoch negativ auf unseren Körper aus und kann beispielsweise zu Bluthochdruck führen. Wie bei vielen Lebensmitteln gilt also auch für Salz: „Die Menge macht das Gift“ oder positiver formuliert: „In Maßen ist alles erlaubt“.


Ob ein Lebensmittel zu viel Salz enthält, zeigt der Nutri-Score zwar nicht, aber eine gewisse Orientierung bietet er. Aktuelles zum Nutri-Score erfahrt ihr hier.

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