Genussmanager: slow food – drei Tipps für mehr Genuss im Alltag

20. Oktober 2020

Als Ernährungsexperten und bekennende Foodies liegt uns Genuss besonders am Herzen. Als Jahresmotto haben wir uns 2020 „Genussmanager“ auf die Fahnen geschrieben. In unserer monatlichen Branchentreff-Kolumne beleuchten wir verschiedene Aspekte rund um dieses Thema für euch. Heute: Heute: slow food – drei Tipps für mehr Genuss im Alltag.

Habt ihr schon von slow food gehört und was ist das eigentlich?

slow food ist das Gegenteil von fast food und spiegelt eine bewusste Ernährung mit hauptsächlich saisonalen Lebensmitteln der Region und Bio-Produkten wider. Anstatt auf schnell und günstig, liegt hier der Fokus auf gut, sauber und fair. Vor allem der Nachhaltigkeitsgedanke durch regionale Zutaten und artgerechte Tierhaltung spielen bei slow food eine zentrale Rolle. Durch den Genuss von traditionellen Gemüsesorten und Fleischspezialitäten von Bauern aus der Region schützen wir nicht nur unsere Umwelt und die Tiere, sondern trainieren gleichzeitig unsere natürlichen Geschmacksknospen. Zwei Fliegen mit einer Klappe, klingt doch ganz gut, oder?

Woher kommt die Bewegung?

Wichtig für die Entwicklung der weltweiten slow food Bewegung ist vor allem der Wunsch nach einer gesünderen Lebensweise und mehr Achtsamkeit im Umgang mit Lebensmitteln. Schon im Laufe der letzten Jahre jagte ein cleaner Food-Trend den anderen. Die Menschen wollen sich wieder gesünder ernähren, auf ihren Körper achten und die Kultur des Essens und Trinkens inmitten von Fast-Food-Ketten wie McDonalds und Co aufrechterhalten. Außerdem steht natürlich der sozial und ökologisch verantwortungsvolle Gedanke im Vordergrund. Lebensprozesse sollen demnach allgemein entschleunigt werden, ein sinnliches Erleben des Genusses bieten und gleichzeitig die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen gewährleisten. Schon im Jahre 1986 setzte sich der Journalist und Soziologe Carlo Petrini als Vereinsgründer zur Erhaltung der gesunden und fairen Esskultur in der norditalienischen Kleinstadt Bra für die Bauern vor Ort und die Umwelt ein. Wenige Jahre später wurde 1992 ein erster nationaler Verein in Deutschland gegründet. Der Slow Food Deutschland e.V. setzt sich seither mit unterschiedlichen Projekten, Messeauftritten und Veranstaltungen für die Interessen der Bewegung ein.

Drei Tipps für die Umsetzung im Alltag

  • Vorkochen und Lebensmittelreste sowie Müll vermeiden:
    Auf die Töpfe, fertig, los – einfacher könnte es gar nicht sein. Am besten kocht ihr gleich euer Essen für mehrere Tage vor und spart euch mittags den Weg zum Schnellimbiss. So wisst ihr sicher, welche Lebensmittel verarbeitet werden, vermeidet Verpackungsmüll und vermeintlich vergessene Kühlschrankschätze und gleichzeitig schmeckt es selbst gekocht doch am besten. Durch den Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe trainiert ihr noch dazu euren natürlichen Geschmackssinn und tut eurem Körper Gutes.
Slow food Tipp Nr. 1
© Unsplash
  • Gemüse und Obst nach Saison kaufen:
    Wer sich an Saisonkalender bei Obst- und Gemüse-Einkäufen orientiert, reduziert nicht nur weite Transportwege aus dem Ausland, sondern findet auch die idealen Zutaten für ein saisonales Gericht mit reifen und schmackhaften Gemüsesorten. So freut sich die Umwelt und die Mahlzeiten schmecken gleich viel intensiver, wenn wir Sorten bevorzugen, die im eigenen Land wachsen und am besten von Bauern aus der Region stammen.
Slow food Tipp Nr. 2
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  • Langsames und bewusstes Essen ohne Mediennutzung:
    Zugegeben, die Mittagspause im Büro vergeht oft viel zu schnell, und während wir unsere Brotzeit genüsslich verputzen, bietet sich gleichzeitig die ideale Gelegenheit, um kurz alle Social-Media-Kanäle zu checken – am besten noch während wir durch das Viertel schlendern und kurz Luft schnappen. Stopp. Letzteres ist super, aber bitte nicht beim Essen. slow food steht für bewusstes und langsames Essen, sprich Handy weg, hinsetzen und sich Zeit nehmen. Ohne Stress haben wir eine bessere Wahrnehmung für unser Hunger- sowie Sättigkeitsgefühl und schonen unsere Verdauung. Das wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus und lässt uns langfristig gesünder leben.
Slow food Tipp Nr. 3
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Ihr seid auch solche Genießertypen wie wir? Dann lest hier noch mehr über unser Jahresmotto Genussmanager, zum Beispiel den Beitrag über Genuss around the World.

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