Kartoffelliebe – Eine Hommage an unsere liebste Knolle

15. April 2019

Ob Tüften, Ärpel, Ardäpfel oder Knulle – die Kartoffel ist in aller Munde. Bereits vor über 8000 Jahren wurde das Nachtschattengewächs in den Anden kultiviert, fand jedoch erst im 16. Jahrhundert durch die spanischen Eroberer ihren Weg nach Europa und landete zunächst über Umwege als Zierpflanze der königlichen Gärten, letztlich als Nahrungsmittel auf unseren Tellern. Heute ist der Knollenklassiker von unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken und ein wahrer Alleskönner in der Küche – ganzjährig verfügbar, regional, gesund und vielseitig. Doch auf die Frage „Wie schmecken eigentlich Kartoffeln?“ kommt häufig die Antwort „Ziemlich neutral“. Dass dem nicht so ist, beweist Dr. Heidi Lorey, bekennende Kartoffelliebhaberin und -sommelière, in ihrem neuen Buch „Kartoffelliebe. Pflanzen, ernten, Sortenvielfalt genießen“.

Die Kartoffel – eine starke Knolle

Auf 144 Seiten zeigt die „Kartoffelfrau“, dass die gelbe Knolle alles andere als langweilig ist. Das Buch beschäftigt sich eingehend mit dem Anbau der Kartoffel im eigenen Garten. In einzelnen Schritten wird vom Vorkeimen über Pflanzen bis hin zum richtigen Erntezeitpunkt anschaulich und informativ beschrieben, was ein angehender Hobby-Kartoffelbauer alles wissen muss. Auch dem Schutz vor „fiesen Feinden“ wird im Buch ein eigenes Kapitel gewidmet.

Sieglinde, Annabelle oder Gala – wer kennt sie nicht, die wohl bekanntesten Kartoffelsorten Deutschlands? Doch dass es unter den weltweit über 4000 verschiedenen Sorten noch viele weitere interessante gibt, zeigt die promovierte Gartenbauingenieurin in über 70 Sortenbeschreibungen. Neben Reifezeit, Aussehen und Verwendung geht sie bei ausgewählten Sorten mit Geschichte genauer ins Detail. So erfährt der Leser, dass für die teuerste Kartoffel der Welt stolze 450 Euro für fünf Kilo gezahlt wurden, dass es sich bei Bamberger Hörnla keineswegs ausschließlich um Butterhörnchen handelt, und wie die Sorte Linda zu einem gerichtlichen Präzedenzfall wurde. Und da die Kartoffelliebe ja bekanntlich durch den Magen geht, liefert das Buch zudem die besten Rezepte mit geeigneter Sortenempfehlung. Dabei zeigt sich, dass das Multitalent Kartoffel viel mehr ist als nur eine reine Sättigungsbeilage. Ob als Suppe, im Salat oder in Form von Brot, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

„Lernen Sie die Kartoffel wieder lieben!“

Das Buch „Kartoffelliebe. Pflanzen, ernten, Sortenvielfalt genießen“ gibt einen tollen Überblick über die Welt der Kartoffel und ist nicht nur für passionierte Kartoffelesser lesenswert. Das Buch lädt aufgrund seiner kurzen Kapitel sowie der schönen Farbfotos zum Nachschlagen und Stöbern ein. Als besondere Bereicherung weist das Buch eine Klappenbroschüre auf, in der Hobbygärtner zum einen erfahren, worauf sie im jeweiligen Monat beim Kartoffelanbau zu achten haben, und zum andern auf einen Blick eine Sortenübersicht mit Angaben zu Reifezeit, Kochtyp und geeigneter Zubereitung erhalten.

Buchumschlag von „Kartoffelliebe. Pflanzen, ernten, Sortenvielfalt genießen”

© Dr. Heidi Lorey aus „Kartoffelliebe“, Verlag E. Ulmer

Das Buch von Dr. Heidi Lorey bekommt ihr hier.
Kartoffelliebe. Pflanzen, ernten, Sortenvielfalt genießen. Heidi Lorey. 2019. 144 S., 187 Farbfotos, 5 farbige Zeichnungen, 5 Tabellen, Klappenbroschur. ISBN 978-3-8186-0649-7. € 16,95

Wer sich gegen den Kartoffelanbau entscheidet und lieber unter die Bierbrauer gehen möchte, der sollte diese Werke auf jeden Fall im Bücherregal stehen haben.

 

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