Saft ist nicht gleich Saft – kleine Saftkunde

Noch mehr Lust auf Wissen rund um Getränke bekommen? Dann können wir unser Wasserlexikon empfehlen, in dem wir unter anderem den Unterschied zwischen Mineralwasser und Tafelwasser erklären.

09.06.2020

| Lesezeit: 3 Min.

Fruchtsäfte erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit. Einerseits gelten sie als Comfort Food und tragen zu unserem täglichen Genussmoment bei, andererseits stecken sie voller Vitamine und sekundärer Pflanzenstoffe und können das Immunsystem stärken. Dass Fruchtsaft derzeit einen hohen Stellenwert bei den Verbrauchern hat, ist deutlich in den Absatzzahlen zu erkennen. In den ersten vier Monaten des Jahres 2020 ist der Absatz von Fruchtsaft um 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Besonders stark stieg die Nachfrage im April, hier wurden fast 25 Prozent mehr Saftflaschen und -kartons gekauft. Aber wie ist das eigentlich bei Säften? Wo liegt der Unterschied zwischen Direktsaft, Konzentrat, Nektar und Co.?

Direktsaft

In einem Direktsaft befinden sich ausschließlich die ursprünglichen, fruchteigenen Bestandteile der verarbeiteten Frucht. Pure Direktsäfte werden nur einmal gepresst und Trubstoffe nicht beziehungsweise kaum entfernt. Aufgrund der besonders schonenden Verarbeitung bleibt eine Vielzahl an natürlichen Inhaltsstoffen erhalten. Purer Direktsaft kann beispielsweise aus Trauben, Äpfeln, Orangen, Grapefruits, Birnen, Ananas und Mandarinen gewonnen werden.

Nektar

Andere Fruchtarten sind als purer Direktsaft nicht geeignet, da sie zu sauer oder zu dickflüssig wären. Hierzu zählen beispielsweise schwarze Johannisbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Maracujas oder Mangos. Diese Früchte werden zu Nektar verarbeitet, der aus mindestens 25-50 Prozent Frucht besteht. Fruchtnektar ist eine Kombination aus Fruchtsaft beziehungsweise Fruchtmark mit Wasser und Zuckerarten beziehungsweise Honig.

Fruchtsaftkonzentrat

Für Fruchtsaftkonzentrate wird dem frischen Saft bei niedrigen Temperaturen zunächst Wasser entzogen. So wird er auf circa ein Sechstel seines ursprünglichen Volumens verdichtet. Von Vorteil ist, dass Lager- und Transportraum eingespart werden können, dies hat unter anderem positive Auswirkungen auf die Umwelt. Sobald das Fruchtsaftkonzentrat an seinem Bestimmungsort angelangt ist, wird es wieder mit Wasser aufgefüllt.

Fruchtsaftgetränk

Fruchtsaftgetränke haben einen geringen Fruchtsaftanteil. Ihr Hauptbestandteil ist Wasser. Fruchtsaftgetränke aus Zitrusfrüchten müssen mindestens 6 Prozent, aus Kernobst- und Traubensäften mindestens 30 Prozent und aus anderen Fruchtsäften mindestens 10 Prozent Fruchtanteil enthalten. Fruchtsaftgetränke werden häufig mit natürlichen Fruchtaromen, Zucker und Genusssäuren versetzt.

Gemüsesaft

Gemüsesäfte sind unverdünnte, unvergorene oder milchsauer vergorene Erzeugnisse aus frischen Gemüsesorten. Zur Abrundung des Geschmacks können feine Gewürze wie Meersalz, Zitrone, Basilikum oder Kümmel hinzugegeben werden.

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