Trendalarm veggie: Pfannenbrote, falsche Eier und goldenes Eis

29. November 2017

Halb zehn in der Stuttgarter S-Bahn. Zwischen Kindergruppen und Schulklassen gedrängt bin ich auf dem Weg zum Messegelände. Mein Ziel: die veggie & frei von, Leitmesse für gesundheitsbewusste Genießer. Als die Kids auch erst bei der Messe ausstiegen, war ich erfreut, dass in diesem frühen Alter anscheinend schon Ernährungsaufklärung erfolgt und eine Veggie-Messe besucht wird. Ehrlich gesagt, hatte ich auch ein bisschen Angst, dass die Kleinen mir alles wegfuttern. Hatte ich mir doch schon mit ein paar Tagen schmaler Kost die optimalen Voraussetzungen für eine Kalorienschlacht geschaffen. Meine Bedenken waren unbegründet, denn parallel zur Veggie-Messe widmeten sich die anderen Hallen diversen Themen wie Spielen, Kreativität, Baby und Heim. Die Kids liefen direkt auf eine überdimensionale Carrera-Bahn zu, sodass in Halle 9 genug Futter für mich als hungrigen Foodie übrig blieb.

Intelligente Pflanzenkost

Über einen grünen Teppich gelangte ich in den Veggie-Himmel. Die Halle war nur zu zwei Dritteln gefüllt, aber durch die zahlreichen, kleinen Stände gab es so viel zu schauen, dass der Tag gut gefüllt war. Omnipräsent waren Brot und Gebäck, meist im Zusammenhang mit dem Thema glutenfrei. Die Auswahl war überwältigend. Brot bzw. Fladen, die direkt in der Pfanne zubereitet wurden und natürlich auch kein Gluten enthielten, zogen mich magisch an. Die Zubereitungsart ist ausgefallen, das helle Brot schmeckt spannend und saftig, aber ein paar Kerne hätte ich mir schon gewünscht. Weiter ging es zu den Nussmusen und zum Kokos – pflanzliche Produkte, die mittlerweile einen festen Platz in meiner privaten Küche gefunden haben und die beim Publikum für dichtes Gedränge um die Probierbecherchen sorgten. Ob für rohe Kuchen oder als Ersatz für Sahne & Co. – Mandelmus oder Kokosöl sehe ich als Bereicherung und Energielieferanten für die vegane und vegetarische Küche. Nur die pflanzlichen Milchalternativen habe ich auf der Messe leider vermisst. Dafür habe ich jedoch viele Snacks auf der Basis von Obst und Gemüse entdeckt, die die Ernährungsempfehlung 5 am Tag der Deutschen Gesellschaft für Ernährung im Alltag leichter umsetzbar machen könnten. Ob leckere Gemüsestangen, gefriergetrocknetes Obst und Gemüse als Smoothie-Basis oder knackiges Trockenobst – die neuen Produkte hielten auch meinem kritischen Blick auf der Suche nach viel Zucker oder Farbstoffen stand.

Ernährungswissenschaftlerin, Bloggerin und Jungunternehmerin Mona Glock

Süßes Netzwerken on- und offline

Typisch für die Foodie-Generation gab es auch einen starken Bezug zu den Social Media, überall sah man die Aufforderung, zu liken und zu sharen. Passend dazu habe ich mich mit der Ernährungswissenschaftlerin, Bloggerin und Jungunternehmerin Mona Glock verabredet, deren tolle Beiträge ich in meiner Instagram-Timeline nicht missen möchte. Natürlich führte unser gemeinsamer Weg zum Stand von eat healthy, um die Kolleginnen aus der Ernährungswissenschaft zu begrüßen. Mit coolen Rucksäcken mit der Aufschrift „Ich habe meine Ernährung umgestellt – die Kekse stehen jetzt links vom Laptop“ ausgestattet, posierten wir für Instagram & Co. Eine Messe wie die veggie & frei von eignet sich toll, um die Trendschau in den sozialen Netzwerken zu begleiten und die eigene Community daran teilhaben zu lassen. Etwas Süßes durfte selbst bei Ernährungsprofis wie Mona und mir nicht fehlen, Eis auf Dattelbasis in der Geschmacksrichtung goldene Milch mit Kurkuma ist nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich das Highlight, und auch die vegane Schokolade schmeckte zartschmelzend. Das Einzige, das ich als Nicht-Veggie gewöhnungsbedürftig fand, war das Rührei ohne Ei. Es schmeckte okay, aber nicht so richtig wie Hühnerei. Bei den Gewürzen gab es dann eine Explosion für die Sinne, und trotz 63 Döschen im heimischen Schrank musste das extra rauchige Rauchsalz mit – macht jeden Eintopf und jedes Tofugericht unvergesslich.

Besucher der veggie und frei von

Voller veggie Bauch und volles Herz

Die Kochshows und Vorträge, die es auf mehreren Bühnen gab, gingen leider vollkommen an mir vorbei. Um sich mit allem wirklich intensiv zu beschäftigen und auch noch einen ausführlichen Abstecher auf die Eat & Style, die in einer anderen Halle parallel stattfand, zu machen, hätte ich zwei Tage gebraucht. Gott sei Dank waren einige Blogger am nächsten Tag auf der Messe, und ich konnte via Instagram stalken, was ich noch verpasst habe. Kurz vor der Heimreise nach München begegnete ich Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, eine Ikone unserer Szene, die als Herausgeberin von eat healthy noch den gleichnamigen Award für gesunde Lebensmittel am Abend verlieh. Mein Fazit der veggie & frei von: Ich komme wieder, denn als neugieriger Foodie ist man dort in bester Gesellschaft, auch ohne Unverträglichkeit. Besonders begeistert haben mich die Menschen an den Ständen, die wirklich für ihre Produkte brennen und mir mit viel Herzblut Rede und Antwort gestanden haben. Mit vollem Bauch, vollem Herzen und einigen Proben für die Kolleginnen im Gepäck machte ich aus dem Zug meinen letzten Teil der Instagram-Story.

Wer in Zukunft so etwas nicht verpassen möchte, der sollte kommunikation.pur auf Instagram folgen.

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