Superfood Algen: Was steckt dahinter?

23. März 2021

Satte grüne Farbe, klitschige Konsistenz und bekannt aus dem letzten Urlaub am Meer – Algen. Man möchte es kaum glauben, aber sie gelten als weiterer Vertreter der heiß begehrten Superfoods. Auf den Thron haben es zwei ganz besonders nährstoffreiche Arten geschafft: Chlorella und Spirulina. Beide gelten als spezielle Mikroalgen und haben nichts mit der Art zu tun, die wir aus dem Badeurlaub kennen. Die angespülten Meeresalgen, die am Strand häufig weniger gern gesehen sind, zählen zu den Makroalgen. Wie der Name schon verrät, zählen sie zu der Gattung der Unterwasseralgen, die mehrere Meter in die Länge ragen. Obwohl wir im Strandurlaub beim Anblick des braunen Algenteppichs am liebsten wieder umdrehen würden, sind die Pflanzen für unsere Unterwasserwelt essenziell. Ähnlich wie unsere Pflanzen auf dem Land erzeugen sie dank ihrer Fotosynthese lebensnotwendigen Sauerstoff, der alle anderen Unterwasserbewohner versorgt. Ohne Algen gibt es sozusagen kein Leben. Aber genug vom kleinen Exkurs in die Biologie, die eigentlichen Stars des Beitrages sind die kleinen Mikroalgen, die gesundheitstechnisch wohl einiges auf dem Kasten haben. Wer sich jetzt fragt, wo sich diese kostbaren Exemplare im Meer pflücken lassen, wird gleich enttäuscht sein. Gezüchtet werden sie nämlich in speziellen Süßwasser-Anlagen. Was als erster Punkt bereits in das Superfood-Konto einzahlt. Denn durch die gesonderte Züchtung in separaten Anlagen sind die Pflanzen auch nicht mit Schwermetallen oder Umweltgiften belastet. Dazu aber gleich mehr. Erhältlich sind die Mikroalgen meist in Pulver- oder Tablettenform.

Grüne Eiweißbomben und natürliche Beauty-Booster

Bühne frei für eine Reihe von Superfood-Kräften, die uns nicht nur Gesundheit, sondern auch noch lang haltende Schönheit versprechen. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Nicht ganz. Beide Süßwasseralgen gelten nämlich als wahre Alleskönner und werden hier in Europa als heiß begehrtes Nahrungsergänzungsmittel vertrieben. Was sich bei uns vor Kurzem erst als neuer Hype entwickelt hat, ist in Asien bereits eine jahrtausendealte Tradition. Hier wussten die Menschen schon vor langer Zeit, welche gesundheitsfördernde Nährstoffe sich in der kleinen Pflanze befinden. So sind Algen schon seit einer geraumen Zeit fester Bestandteil der japanischen Küche und zählen sogar als Grundnahrungsmittel. Vor Ort werden sie natürlich frisch serviert und in Eintöpfen und Suppen verarbeitet. Wer gerne Sushi isst, kennt sie auch in getrocknetem Zustand als Nori-Blatt oder als Vorspeise im japanischen Algensalat. Aber die Liste ist lang und ebenso die der Vorteile.

Chlorella

Absolutes Highlight ist wohl der unschlagbar hohe Proteingehalt von über 60 Prozent inklusive aller essenzieller Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst bilden kann und wir somit über die Nahrung aufnehmen müssen. Gleichzeitig punktet das kleine Pflänzchen mit einem geringen Fett- und Kohlenhydratanteil, was vor allem Anhänger der Low-Carb-Ernährung begeistern sollte. Der Brennwert liegt gerade mal bei fast 300 kcal pro 100 g, was sich definitiv noch im Diät-Rahmen hält. Also wer seine Vorliebe für salzige Algen-Snacks entdeckt hat, darf ruhig ohne schlechtes Gewissen weiterfuttern. Zusätzlich zum hohen Eiweißgehalt liefert Chlorella eine beachtliche Menge an wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen. Vor allem Eisen, Kalzium und Magnesium sind reichlich enthalten. Aber auch Mangan, Phosphor und Zink. Außerdem eignet sich die Süßwasseralge auch bestens als Ergänzung im veganen und vegetarischen Speiseplan, da sie als eine der wenigen pflanzlichen Vitamin-B12-Quellen gilt. Ihr Verzehr beugt somit einem Mangel an Cobalamin vor, der sich in Blutarmut und vermehrter Müdigkeit bemerkbar macht. Last, but not least wird Chlorella auch als beliebtes Detox-Mittel eingesetzt. Wie vorhin schon kurz angeschnitten, wird die Alge separat gezüchtet, weshalb sie keinen Umweltgiften oder Schwermetallen im Wasser ausgesetzt ist. Somit ist sie frei von schädlichen Stoffen und wirkt im Körper blutreinigend. Bei der Einnahme sollte nur die Dosierung beachtet werden. Wie immer gilt, die Dosis macht das Gift. Zu viel der Alge führt zu Durchfall, Erbrechen und Schwindel.

Spirulina

Ähnlich wie Chlorella punktet Spirulina mit einem hohen Eiweißgehalt, mehreren wichtigen Mineralstoffen und einer beachtlichen Dosis an B-Vitaminen. Was sie von ihrem Algen-Superfood-Zwilling unterscheidet, ist der vielversprechende Anteil an Antioxidantien. Das geheime Mittel gegen Falten – Antioxidantien gelten nämlich als natürliches Anti-Aging-Mittel. So wirken sie gegen freie Radikale, versorgen die Haut ausreichend mit Sauerstoff und treiben dadurch die Zellenregenerierung voran. Nicht nur für die Haut ein schönes Goodie, sondern auch unsere Haare profitieren davon. Und wer denkt, dass seien schon genug Benefits, der täuscht sich. Tatsächlich wird gemunkelt, dass Spirulina auch appetitzügelnd wirkt. Wirklich wissenschaftlich belegt ist das nicht, aber aufgrund des hohen Eiweißgehaltes gut möglich. Daher schwören einige Diät-Anhänger auf die tägliche Einnahme 30 Minuten vor der nächsten Mahlzeit, um hier und da Kalorien zu sparen. Ob hier mehr Placebo-Effekt im Spiel ist oder die Wirkung wirklich der Alge zugeschrieben werden kann, ist fraglich. Fakt ist aber, dass Spirulina sicherlich aufgrund der Vielzahl von Benefits definitiv den Titel des Superfoods verdient hat und wir allein schon über eine jünger wirkende Haut ganz happy sind.

Apropos Superfood: Was steckt eigentlich hinter dem Hanf Hype?

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