k.pur testet: Cañihua

Wer sich generell für Superfood interessiert, der erfährt in unserem Beitrag über das Superfood Hanf spannendes über die ursprünglich aus Asien stammende Heil- und Nutzpflanze oder schaut mal in unserem Beitrag zu den Superfood-Trends 2020 vorbei.

20.04.2021

| Lesezeit: 4 Min.

In unserer Kategorie „k.pur testet“ nehmen wir regelmäßig für euch verschiedene Dinge unter die Lupe, probieren Produkte und Dienstleistungen aus, überprüfen spezielle Ernährungsweisen sowie neue Lifestyles im Selbstversuch und berichten von unseren Erfahrungen. Heute im Test: Cañihua, das Pseudogetreide mit Schokoladenaroma.

Ein Getreide, dass nach Schokolade schmeckt und zudem auch noch viele wertvolle Nährstoffe enthält? Klingt zu schön, um wahr zu sein. Cañihua (oder auch Kañiwa) lässt aber tatsächlich diesen Traum aller Naschkatzen in Erfüllung gehen. Wir haben das Pseudogetreide einmal genauer unter die Lupe genommen.

Vorweg: Was versteht man überhaupt unter Pseudogetreide?

In die Kategorie „Pseudogetreide“ fallen Pflanzen, die in der Küche ähnlich eingesetzt werden wie die herkömmlichen Getreidearten, aus botanischer Sicht allerdings einer ganz anderen Pflanzenart zuzuordnen sind. Im Falle von Cañihua sind dies Fuchsschwanzgewächse, zu denen auch die bekannteren Sorten Amaranth und Quinoa, die große Schwester der Cañihua-Samen, gehören.

Nussig-schokoladiger Geschmack aus den südamerikanischen Anden

Cañihua wächst auf 4.000 Metern Höhe in den Hochebenen der Anden im Süden Perus und in Bolivien. Die kleinen braunen Nährstoffwunder sind vollgepackt mit Linolsäure, Proteinen, Ballaststoffen, Folsäure, Zink und Eisen. Zudem enthalten 100 Gramm der glutenfreien Samen rund 56 Gramm Kohlenhydrate, was on-top für einen ordentlichen Energiekick sorgt. Während Cañihua in Deutschland noch eher unbekannt und entsprechend schwer zu kaufen ist, steht es in seiner Heimat Südamerika fest auf dem Speiseplan und ist ein sehr geschätztes und wichtiges Nahrungsmittel. Zum Verzehr werden die Samen geröstet und anschließend zu Mehl vermahlen, das sowohl zu Brei gekocht oder in kalte und heiße Getränke gerührt werden kann. Kaufen kann man Cañihua als ganze Samen, als Mehl oder als Pops.

Allrounder in der Küche

Abwechslung in der Küche gefällig? Durch seinen angenehm schokoladig-nussigen Geschmack eignet sich Cañihua hervorragend für die Verwendung in Smoothies, Desserts, Backwaren und Salaten. Werden die kleinen Körner geröstet, kann der Geschmack noch intensiviert werden. Die Samen lassen sich gemahlen als Zutat in süßem und herzhaftem Gebäck verwenden, sie können gekocht in Suppen und Eintöpfen genossen werden oder auch gepoppt als Knabberei zwischendurch beziehungsweise als Topping für das morgendliche Müsli zum Einsatz kommen.
Schokofans aufgepasst: Cañihua hat etwa zwei Drittel weniger Fett als herkömmliche Schokolade. Jedoch sollte man dabei den hohen Anteil an Kohlenhydraten nicht vergessen.

Bei meiner Recherche habe ich gemerkt, dass Cañihua nicht wirklich leicht zu finden ist. In gut sortierten Bioläden oder Reformhäusern steht das Pseudogetreide im Regal oder aber man versucht es einfach online. Fündig geworden bin ich schließlich im Online-Shop mysuperfood.
Wenn man die kleinen Samen dann erst einmal ergattert hat, sind der Fantasie bei der Zubereitung keine Grenzen gesetzt: Wie wäre es zum Beispiel mit Cañihua Pancakes von der Food-Bloggerin Sabrina Fischäß von Vegtastisch? Oder die kleinen Nährstoffpakete verbacken als Cañihua-Chia-Kruste nach einem Rezept von Valesa Schell, der Bloggerin hinter dem Account brotbackliebeundmehr.com?
Als echter Schokoladenliebhaber ist mein persönlicher Zubereitungs-Favorit recht simpel: Die kleinen Samen kurz in der Pfanne ohne Fett anrösten und als knusprig-schokoladiges Topping auf dem Müsli genießen. Hmmm …

Wer sich generell für Superfood interessiert, der erfährt in unserem Beitrag über das Superfood Hanf spannendes über die ursprünglich aus Asien stammende Heil- und Nutzpflanze oder schaut mal in unserem Beitrag zu den Superfood-Trends 2020 vorbei.

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