Levante Küche: Kulinarische Reise durch den Orient

Eine kleine (!) Auswahl typischer Gerichte der Levante-Küche:

30.06.2021

| Lesezeit: 5 Min.

Heute wollen wir euch mitnehmen auf eine kleine kulinarische Reise durch die östliche Mittelmeerregion. Die Rede ist von der Levante-Küche, die sich in ihrer Zubereitung durch eine unglaubliche Vielfalt an duftenden Gewürzen, viel frischem Gemüse und durch wenig Fleisch auszeichnet. Was ursprünglich aus Ländern wie dem Libanon, Israel und Jordanien stammt, hat sich auch in Europa mittlerweile zu einem echten Food-Trend entwickelt.

Der Ursprung der Levante-Küche

Der Begriff Levante (lateinisch „levare“ für emporheben, aufgehen) bezeichnet historisch geografisch die Länder am östlichen Mittelmeer. Und wie der Name vermuten lässt, hat die Levante-Küche genau dort ihre Wurzeln: in Ländern wie Israel, Syrien, Jordanien und dem Libanon. Dort hat sich über die Jahrhunderte eine als reichhaltig und gesund geltende Esskultur entwickelt, die vorwiegend von vegetarischen Speisen geprägt ist. Vorreiter in der Entwicklung der Levante-Küche ist vor allem Israel. Die israelischen Köche, inspiriert von aromatischen und hochwertigen Lebensmitteln, entwickelten neue kulinarische Kreationen, die eine gelungene Kombination alter Traditionen ihrer Heimat mit arabischen Einflüssen widerspiegeln.

Authentisch & bunt

Verschiedene Mezze auf einem Tisch.
© unsplash

Aus Italien kennen wir die Antipasti, aus Spanien die Tapas und aus der Levante-Region stammen die Mezze. Kleine Gerichte und Dips, die häufig aus Zutaten wie Kichererbsen, Bulgur, Joghurt, Tomaten und Auberginen bestehen und in Schälchen serviert werden. Als aromatische Gewürze werden gerne und intensiv Kreuzkümmel und Koriander verwendet. Darüber hinaus gibt es spezielle Gewürzmischungen, die in der Levante-Küche nicht fehlen dürfen: Baharat ist eine aus Paprika, Kumin, Koriander, Kreuzkümmel und Pfeffer bestehende Mischung, die gerne für Eintöpfe und Fleischgerichte verwendet wird. Je nach Region variiert die Zutatenliste ein wenig. Sumach kommt beim Würzen von Salaten oder Geflügelgerichten zum Einsatz und verleiht Speisen eine säuerlich-zitronige Note. Zatar besteht aus wildem Thymian, Sesamsaat, Sumach und Salz. Die Gewürzmischung ist vielfältig verwendbar und kann, verrührt mit Schmand oder Frischkäse, als Dip zu Fladenbrot genossen werden oder auch zum Verfeinern von Couscous Verwendung finden.

Eine kleine (!) Auswahl typischer Gerichte der Levante-Küche:

Baba Ghanoush: Ein Püree aus Auberginen und Sesampaste, das gerne als Dip zu Falafel oder auch Pita-Brot gegessen wird.

Falafel: Knusprig frittierte Bällchen, die aus pürierten Kichererbsen, Petersilie, Korianderkraut, Knoblauch und Kreuzkümmel bestehen. Dazu passt sehr gut Pita-Brot, Salat und gebratenes Gemüse.

Falafel auf einem Tisch.
© pexels

Hummus: Ein Dip beziehungsweise Aufstrich, der aus Kichererbsen, Knoblauch, Kreuzkümmel, Sesampaste und Zitronensaft besteht und fix zubereitet ist. Perfekt in Kombination mit Fladenbrot.

Hummus auf einem Tisch.
© pexels

Shakshuka: Für das israelische Nationalgericht, das dort häufig als Frühstück serviert wird, wird eine Sauce aus Tomaten, Zwiebeln und Paprika angesetzt. Anschließend werden rohe Eier dazugegeben und diese dann langsam pochiert. Dazu schmeckt Weißbrot oder Fladenbrot.

Tabouleh: Ein libanesischer Salat aus Bulgur, Petersilie, Tomaten, Schalotten, Olivenöl sowie Zitronensaft und Minze. Durch die letzten beiden Zutaten bekommt das Tabouleh seine herrlich frische Note und passt perfekt zu anderen Gerichten der Levante-Küche.

Gesunder, geselliger Genuss

Bei der Levante-Küche geht es nicht um ein klassisches Drei-Gänge-Menü mit Vor-, Haupt- und Nachspeise. Vielmehr werden direkt die vielfältigen Mezze in kleinen Schälchen auf dem Tisch verteilt. Man könnte meinen mit dem Ziel, möglichst kein Fleckchen Tisch(decke) mehr zu sehen. Und genau das ist das Schöne an der Levante-Küche: Die Vielfalt der orientalischen Speisen, die in geselliger Runde gleich doppelt so gut schmecken. Gemeinschaftlich zu essen, zu teilen und zu genießen, darum geht es in der Levante-Küche.
Stehen die unzähligen Mezze dann erst einmal auf dem Tisch, weiß man gar nicht, wo man zuerst anfangen soll. Kleiner Tipp: einfach überall einmal probieren und die wunderbaren Aromen auf sich wirken lassen. 😉 Das Besteck kann hierbei getrost in der Schublade bleiben. Die kleinen Gerichte werden traditionell einfach mit etwas Fladenbrot aus den Schälchen genommen und quasi direkt von der Hand in den Mund verspeist.

Ihr wollt noch mehr internationale kulinarische Köstlichkeiten kennenlernen? Dann kommt doch mit auf eine Reise durch die Streetfood-Küchen der Welt.

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