Food, Beverages & Lifestyle: die Trends 2022

16. Dezember 2021

Wenn es um Trends im Food-Bereich geht, kommt man an Hanni Rützler und ihrem Food Report nicht vorbei. Über den Food Report 2022 haben wir bereits ausführlich berichtet. Aber welche Trends erwarten uns fernab von Zero Waste, Local Exotics, Real Omnivore und „The New Normal“? Was kommt, was geht, was bleibt?

Grün, grüner, 2022?

Nachhaltigkeit wird auch in diesem Jahr weiterhin ein zentrales Thema bleiben. Denn der Klimawandel wird in Zukunft unser Ernährungs- und Einkaufsverhalten beeinflussen. Besonders der jüngeren Generation ist ihr CO2-Fußabdruck wichtig und ihre damit verbundene Verantwortung bewusst.
So steigt beispielsweise die Produktvielfalt von vegetarischen und veganen Angeboten in Supermärkten und Restaurants weiterhin an. Laut Ernährungsreport 2021 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ist auch der Anteil vegan lebender Personen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr von einem auf zwei Prozent gestiegen. Daneben orientieren sich viele am „Plantarismus“, also einer pflanzenorientierten, fleischfreien Ernährung sowohl als gesündere als auch nachhaltigere Alternative zu hohem Fleischkonsum. Der Blick im Supermarkt zeigt: Das Sortiment pflanzlicher Produkte an Milchalternativen wächst stetig und Verbraucherinnen und Verbraucher können ihren Liebling zwischen Hafer, Soja, Mandel, Reis oder Kokos wählen. Ebenso steigen Angebot und Nachfrage von Lebensmitteln in Bio-Qualität, was auch immer mehr Discounter dazu bringt, ihr Sortiment zu erweitern.

Und auf welche Trendprodukte dürfen wir uns 2022 freuen? Hier kommen unsere Top 5:

1: Yuzu – eine Zitrusfrucht auf dem Vormarsch

Yuzu: gelbe Zitrusfrüchte
© Pixabay

Sie ist etwas größer als eine Zitrone und ähnelt einer gelben Mandarine: Yuzu. Die asiatische Zitrusfrucht schmeckt säuerlich bis leicht bitter und trotzdem fruchtig-süß. Sie enthält viel Vitamin C und ist von Oktober bis Dezember saisonal. In der Spitzengastronomie erfreut sich die gelbe Frucht wachsender Beliebtheit, vor allem in Fischgerichten. Aber auch Dressings und Marinaden verleiht sie eine exotische Note und bringt in Kombination mit anderen Fürchte mehr Abwechslung ins Saftregal.

2: Hafer – Revival als lokales Superfood

Schüssel mit Müsli und Haferflochen, goldener Löffel und Milchflasche im Hintergrund
@ Foto von Visual Stories || Micheile von Pexels

Haferflocken als Porridge oder in köstlichen, skandinavischen Haferplätzchen kennen wir schon lange. Eine neue Zutat ist Hafer also keineswegs. Allerdings zahlt das Getreide auf die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit ein – und liegt damit voll im Trend. Zudem sind Haferflocken – egal, ob zart oder kernig – ein Vollkornprodukt, was einen ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Pluspunkt gibt. Besonders Spaß machen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten: praktisch vorbereitet als Overnight Oats, schön angerichtet in Bowls, als Topping von Brötchen oder doch zum Trinken als Mandeldrink – Hafer geht immer.

3: Getränke ohne Alkohol

Zugegeben, Getränke ohne Alkohol wie Mocktails oder alkoholfreier Gin sind längst keine Neuerscheinungen im Getränkemarkt mehr. Nach den ersten alkoholfreien Spirituosen tummeln sich nun allerdings auch immer häufiger Weinalternativen zwischen den alkoholfreien Erfrischungen. So können sich gesündere Trinkgewohnheiten etablieren, ohne am Geschmack zu sparen.

4: Moderner Fleischersatz

Mit der Angabe von Haltungsformen und durch das Tierwohllabel legt die Fleischindustrie offen, wie Tiere gehalten, transportiert und geschlachtet wurden. Denn viele Verbraucherinnen und Verbraucher fragen sich, wie Fleisch- und Wurstwaren hergestellt wurden. Gleichzeitig steigt laut einer Umfrage von Innova Market Insights die Akzeptanz von Laborfleisch an und lag 2019 bei 46 Prozent. Moderne Fleischalternativen sehen nicht nur so aus wie ihr tierisches Pendant, sondern schmecken auch häufig zum Verwechseln ähnlich. Daher greifen auch Fleischesserinnen und Fleischesser gerne zu Burgern und Co. aus pflanzlichen Alternativen.

5: Essen auf Rädern

Person hält Papiertüte mit Lebensmitteln
© Foto von cottonbro von Pexels

Auch wenn die Digitalisierung in manchen Bereichen Deutschlands hinterherhinkt, im Food-Bereich boomt sie – Corona sei Dank. Mittlerweile kannst du dir viele Lebensmittel im Internet bestellen. Selbst Lieferdienste für Einkäufe, die innerhalb von wenigen Minuten nach Bestellung vor deiner Haustür stehen, sprießen in Großstädten aus dem Boden. Du hast keine Lust, dir Gedanken darüber zu machen, was in den nächsten Tagen gekocht werden soll? Dann sind die diversen Anbieter von Kochboxen genau das Richtige für dich. Und wenn dir das Kochen doch zu aufwendig sein sollte, bestellst du das fertige Gericht per Klick direkt von deinem Lieblingsrestaurant.

Du kannst von Trends rund um das Thema Ernährung nicht genug bekommen? Dann haben wir die Diät-Trends für dich – und zwar streng unter unsere ernährungswissenschaftliche Lupe genommen.

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